Vize-Chefposten bei EZB-Bankenaufsicht bleibt vorerst unbesetzt

Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB.
Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB. © instamatics / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © instamatics / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

Lautenschlägers fünfjährige Amtszeit als stellvertretende Vorsitzende der bei der EZB angesiedelten zentralen Bankenaufsicht für den Euroraum (Single Supervisory Mechanism/SSM) war am Montag zu Ende gegangen. Die einstige Vize-Präsidentin der Deutschen Bundesbank ist jedoch weiterhin Mitglied im sechsköpfigen EZB-Direktorium. Dort beträgt die Amtszeit acht Jahre, Lautenschläger ist seit Januar 2014 dabei.

Bei der ersten Pressekonferenz der EZB in diesem Jahr vor knapp drei Wochen hatte EZB-Präsident Mario Draghi auf die Frage nach der Lautenschläger-Nachfolge in der Bankenaufsicht geantwortet: "Sie werden es bald erfahren." Das Auswahlverfahren wird aller Voraussicht nach aber mindestens noch einige Wochen dauern: Letztes Wort zu einem Personalvorschlag des EZB-Rates hat das EU-Parlament.

Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die größten Banken und Bankengruppen im Euroraum direkt, derzeit sind es 119 Institute im gemeinsamen Währungsraum. Das "Supervisory Board", dessen Vize-Vorsitzende Lautenschläger bis am Montag dieser Woche war, bereitet Entscheidungen der EZB-Bankenaufsicht vor. Letzte Instanz ist der EZB-Rat, in dem die Notenbankchefs versammelt sind./ben/DP/edh

Quelle: dpa-AFX