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US-Pharmakonzern Merck macht Patentverlust zu schaffen

Eine Wissenschaftlerin bei Laboruntersuchungen. (Symbolbild)
Eine Wissenschaftlerin bei Laboruntersuchungen. (Symbolbild) © gevende / E+ / Getty Images © gevende / E+ / Getty Images www.gettyimages.de

WHITEHOUSE STATION (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Merck & Co (Merck & Co Aktie) hat auch im Schlussquartal unter der Konkurrenz durch Nachahmermittel und ungünstiger Wechselkurse gelitten. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar, wie der Pfizer-Konkurrent am Freitag in Whitehouse Station (Bundesstaat New Jersey) mitteilte. Der Gewinn sank um 7,3 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Vor Restrukturierungs- und Akquisitionskosten ergab sich ein noch deutlicher Rückgang um 14 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar (Dollarkurs) oder 83 Cent je Aktie. Damit übertraf der Konzern allerdings bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen des Marktes.

Wegen des Patentverlustes für ein wichtiges Medikament in den USA hatten Experten einen Umsatz und Gewinnrückgang erwartet. Konzernchef Kenneth C. Frazier zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Starke Verkäufe wichtiger anderer Präparate hätten den Patentverlust aufgefangen. 2013 rechnet er wegen der stärkeren Konkurrenz allerdings mit einem Gewinnrückgang. Frazier stellte einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,6 bis 3,7 Dollar in Aussicht. 2012 waren es noch 3,82 Dollar gewesen. Der Umsatz werde unter der Annahme konstanter Wechselkurse nahe des Niveaus von 2012 erwartet, als der Hersteller des Impfstoffes Gardasil 47,3 Milliarden Dollar umgesetzt hatte.

Merck & Co. ist nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA (Merck KGaA Aktie). Die beiden Unternehmen haben gemeinsame Wurzeln, gehen seit dem ersten Weltkrieg aber getrennte Wege. Außerhalb von Nordamerika tritt Merck & Co., um Verwechslungen zu vermeiden, als MSD Merck Sharp and Dohme auf./jha/fbr

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Quelle: dpa-AFX