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ROUNDUP: Britischer Finanzinvestor 3i nun alleiniger Scandlines-Inhaber

Die englische Flagge.
Die englische Flagge. pixabay.com pixabay.com

ROSTOCK (dpa-AFX) - Der Münchner Finanzinvestor Allianz (Allianz Aktie) Capital Partners (ACP) hat seine Anteile an der Rostocker Fährgesellschaft Scandlines an den Mitgesellschafter 3i verkauft. Damit ist der britische Finanzinvestor alleiniger Scandlines-Inhaber. Wie beide Unternehmen am Dienstag berichteten, investiert 3i rund 165 Millionen Euro neues Kapital. Über den Kaufpreis für die Anteile von knapp 50 Prozent wurde Stillschweigen vereinbart. Gleichzeitig sei die Umschuldung der laufenden Scandlines-Kredite in ein 875 Millionen Euro Paket erfolgt. Dies sei an den Anleihemärkten positiv aufgenommen worden und sei eine solide Grundlage für die strategischen Ziele der Fährreederei, hieß es.

3i und ACP hatten im Juni 2007 zusammen mit der Deutschen Seereederei (DSR) Scandlines erworben, die damals im Besitz der dänischen Regierung und der Deutschen Bahn war. Als Kaufpreis wurden 1,5 Milliarden Euro genannt. 3i und ACP erwarben jeweils 40, die DSR 20 Prozent. 2010 übernahmen die beiden Investoren die DSR-Anteile und waren damit bis auf etwa ein Prozent, das der Geschäftsleitung gehört, alleinige Inhaber.

Nach dem Verkauf mehrerer Frachtrouten und der Konzentration auf das Kerngeschäft mit drei Fährlinien in der südlichen Ostsee hatte Scandlines 2013 mit 193 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ein Rekordergebnis erzielt. Nach Querelen um den Neubau von zwei Fähren mit der inzwischen insolventen P+S-Werft in Stralsund, die zur Stornierung der Aufträge geführt haben, war im Juli eine Absichtserklärung mit dem finnischen Werftenkonzern STX Finland Oy über den Bau unterzeichnet worden.

Nach Worten von 3i-Deutschlandchef Peter Wirtz wird weiter in Scandlines investiert. Jörg Spanier von ACP betonte, dass Scandlines zu einer modernen und effizient arbeitenden Fährgesellschaft mit Schwerpunkt auf die profitabelsten Kurzstrecken umgebaut worden sei. "Das Unternehmen ist jetzt gut aufgestellt, um sein Potenzial zu maximieren und seine Wachstumsstrategie fortzusetzen."/mgl/DP/kja

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Quelle: dpa-AFX