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IPO/ROUNDUP: LEG Immobilien gelingt Sprung aufs Parkett - Aktie fast unverändert

Mit einem IPO geht ein Unternehmen an die Börse (Symbolbild).
Mit einem IPO geht ein Unternehmen an die Börse (Symbolbild). © gustavofrazao / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © gustavofrazao / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die LEG Immobilien (LEG Immobilien Aktie) AG hat am Freitag ein eher unauffälliges Börsendebüt gefeiert. Die Aktie des Immobilienunternehmens schwankte in den ersten Handelsstunden im Prime Standard der Frankfurter Börse um ihren Ausgabepreis von 44,00 Euro. Das Debüt auf dem Parkett sei dennoch als "voller Erfolg" zu werten, sagte ein Händler zu einem der größten deutschen Börsengänge der vergangenen Jahre. Denn das Papier sei zu dem Kurs gut bewertet. Zudem hätten sich einige ausländische Investoren beteiligt, die die Aktie längerfristig halten wollen.

Die Eigner, die Finanzinvestoren Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) und Perry Capital, hatten knapp 30,5 Millionen Aktien ausgegeben. Dies entspricht einem Anteil von 57,5 Prozent am Unternehmen. Der Erlös, der vollständig an die Eigner gehen soll, beläuft sich damit auf rund 1,3 Milliarden Euro. Bei einer Preisspanne von 41 bis 47 Euro je Aktie, hätten sie im besten Fall 1,4 Milliarden Euro einstreichen können.

KANDIDAT FÜR DEN MDAX

Das Immobilienunternehmen schaffte mit seinem Debüt einen der größten deutschen Börsengängen der jüngeren Vergangenheit - knapp hinter dem Telekom-Anbieter Telefonica (Telefonica Aktie) Deutschland, der im Oktober 1,45 Milliarden Euro erlöste und so den größten Börsengang seit 2007 hinlegte.

Die LEG AG, die als ein heißer Kandidat für eine Aufnahme in den MDax gilt, war 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen privatisiert worden. Die Finanzinvestoren hatten LEG damals für knapp 800 Millionen Euro gekauft, allerdings auch 2,6 Milliarden Euro Schulden übernommen.

RUND 91.000 WOHNUNGEN

Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf verwaltet derzeit rund 91.000 Wohnungen. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Gesellschaft ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 170,6 Millionen Euro (Vorjahr: 160,3 Mio). 2012 wird ein Plus von sechs Prozent angepeilt. Unter dem Strich schlagen allerdings Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Konzernumbau zu Buche./stb/tih/she/stk

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Quelle: dpa-AFX