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Faule Kredite verhageln Santander die Bilanz

Rund 19 Milliarden Euro Rückstellungen für faule Kredite haben bei der spanischen Großbank Santander für einen heftigen Gewinneinbruch gesorgt. Der Aktienmarkt reagierte prompt.

Faule Kredite machen der spanischen Bank Santander zu schaffen: Der Gewinn brach 2012 um 59 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro ein, wie das größte Geldhaus der Euro-Zone am Donnerstag mitteilte. An der Börse in Madrid verloren die Aktien daraufhin mehr als drei Prozent. Denn Analysten hatten der Bank einen Überschuss von 2,5 Milliarden Euro zugetraut.

Allen spanischen Banken setzt die in der Finanzkrise geplatzte Immobilienblase zu. Die Regierung hatte den Besitz von Wohnungen und Häusern lange gefördert. Als die Immobilienpreise aber nicht mehr stiegen, platzten in Spanien - ähnlich wie in den USA zu Beginn der Krise - zahlreiche Finanzierungen. Auch in Brasilien kämpft das Institut mit Ausfällen. Santander-Chairman Emilio Botin sagte, der Großteil der notwendigen Belastungen aus dem Immobilienbereich sei aber mittlerweile verbucht. Für 2013 kündigte er ein "starkes Ergebniswachstum" an. Das Immobilien-Engagement im Heimatmarkt sei auf 12,5 Milliarden Euro halbiert worden. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen vergangenes Jahr aber auf satte 18,8 Milliarden Euro, hieß es.

Kreditausfälle durch hohe Arbeitslosigkeit

Die extrem hohe Arbeitslosigkeit in Spanien von rund 25 Prozent könnte der Bank auch dieses Jahr Probleme bereiten. Der rezessionsgeplagte Heimatmarkt steht allerdings nur noch für 15 Prozent des Gewinns. Doch ist die Situation in Brasilien - hier kommt mehr als ein Viertel des Profits her - nicht viel besser, weil sich die Konjunktur abschwächt.

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