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"Deutscher Solarmarkt ist eine Katastrophe"

Der angeschlagene Solartechnikkonzern SMA Solar reagiert auf den Markteinbruch und setzt den Rotstift an. Die Fixkosten sollen um 160 Millionen Euro sinken, ein Drittel der Jobs wird gestrichen.

Der unter Druck geratene Solartechnikkonzern SMA Solar zollt dem Markteinbruch in Europa Tribut und fährt seine Kosten drastisch herunter. Vorstands-Sprecher Pierre-Pascal Urbon will so nach zwei verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. "Wir erwarten 2016 die Ertragswende", sagte Urbon am Freitag.

Er plane dafür Einsparungen bei den Fixkosten in Höhe von 160 Millionen Euro, um bei einem Umsatz von unter 700 Millionen Euro profitabel zu werden. Zudem sollen 1600 - etwa ein Drittel - der Stellen gestrichen werden.

"Wir müssen zurück auf das Niveau von 2008", betonte Urbon. "Wenn sich die Märkte in kürzester Zeit so zurückentwickeln, müssen wir uns dem konsequent anpassen." Deutschland, der einst größte Solarmarkt weltweit, sei eine "Katastrophe"; aber auch in Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland sei die Nachfrage weggebrochen.

Nach dem zuletzt deutlichen Kursrutsch griffen Anleger wieder bei SMA Solar zu. Die Aktien legten als TecDax -Spitzenreiter um mehr als sieben Prozent auf 11,27 Euro zu. Vor einem Jahr wurden sie noch mit über 50 Euro gehandelt.

Entwicklung wird eingedampft

Der Konzernumbau soll laut Urbon bis zur Jahresmitte über die Bühne gehen und die Kosten dafür in der Bilanz 2014 verbucht werden. Neben Stellenstreichungen will der Manager auch den Rotstift ansetzen. "Der Entwicklungsbereich wird deutlich reduziert. 2014 hatten wir ein Entwicklungsbudget von rund 130 Millionen Euro - das können wir uns einfach nicht mehr leisten." Das Personal soll allein in der Sparte auf etwa 550 von über 1000 fast halbiert werden. Zudem kündigte Urbon an, die Elektrofertigung aufzugeben. "Die Bestückung von Leiterplatten können einige Lieferanten besser und effizienter."

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