Bundesbank: Viele deutsche Firmen zu wenig auf Brexit vorbereitet

Das Bankenviertel in Frankfurt. Die Mainmetropole ist der wichtigste deutsche Finanzplatz. (Symbolfoto)
Das Bankenviertel in Frankfurt. Die Mainmetropole ist der wichtigste deutsche Finanzplatz. (Symbolfoto) pixabay.com pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Brexit könnte laut der Bundesbank viele deutsche Firmen kalt erwischen. Zwar hätten die Finanzaufsicht und die Banken viel getan, um sich auf einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorzubereiten, sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Sorgen macht mir allerdings, dass sich viele Unternehmenskunden der Institute bisher nur unzureichend mit den Folgen des Brexits für ihre Finanzgeschäfte beschäftigt haben."

So seien viele Verträge anzupassen, um im Falle eines chaotischen Brexits die Geschäfte nicht zu gefährden. Zwar hätten Finanzinstitute ihre Kunden dazu angeschrieben, die Rückmeldungen seien aber den Banken zufolge verhalten. "Wir appellieren daher an alle Unternehmen und Privatkunden, auf entsprechende Aufforderungen von Banken spätestens jetzt zu reagieren", sagte Wuermeling.

Bei der Bundesbank macht sich unterdessen bemerkbar, dass angesichts des bevorstehenden Brexits Banken neue Niederlassungen in Deutschland gründen oder bestehende ausbauen. Die Finanzaufsicht habe viele neue Lizenzen erteilt und werde bis Ende März noch weitere Verfahren abschließen, sagte Wuermeling./tos/DP/edh

Quelle: dpa-AFX