Ad hoc-Mitteilungen

Aktien Osteuropa Schluss: Budapest, Prag und Moskau schwächer - Warschau im Plus

Osteuropa auf einem Globus (Symbolbild).
Osteuropa auf einem Globus (Symbolbild). © Juanmonino / E+ / Getty Images © Juanmonino / E+ / Getty Images www.gettyimages.de

BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. Die Märkte reagierten vor allem die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi. Laut einem Analysten brachte eine "kleine verbale Intervention" den Euro unter Druck. Mit der Gemeinschaftswerbung bröckelten auch die Aktienbörsen ab. Die schwache Wall Street belastete zusätzlich.

In Budapest gab der Leitindex Bux 0,70 Prozent auf 19.103,81 Zähler ab. Ungarns Wirtschaft war 2012 in die Rezession getrudelt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 1,5 Prozent geschrumpft. Als Gründe dafür nannte der ungarische Minister für Nationale Wirtschaft, György Matolcsy, Dürre, ausbleibende EU-Investitionen, verringerter Konsum und Abzug von Ressourcen durch die Banken.

Unter den Einzelwerten gaben Richter Gedeon um 0,69 Prozent auf 37.090 Ungarische Forint nach, obwohl der Pharmakonzern mit seinen Zahlen zum vierten Quartal klar über den Expertenprognosen gelegen hatte. Egis schlossen unverändert bei 18.100 Forint. Unter den Bankwerten verloren OTP Bank im Einklang mit dem europäischen Branchentrend 1,96 Prozent auf 4.485 Forint. FHB Land Credit & Mortgage Bank sanken um 0,72 Prozent auf 412 Forint.

Der PX fiel in Prag um weitere 0,74 Prozent auf 986,17 Punkte. Die tschechische Wirtschaft wird der Nationalbank (CNB) zufolge weiter schrumpfen. In der jüngsten Notenbank-Prognose wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent prognostiziert, 2014 soll die Konjunktur wieder um 2,1 Prozent anziehen. Das tschechische Finanzministerium korrigierte seine Prognose für 2013 nach unten und rechnet nun mit einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent statt der bisher 0,7 Prozent. Im Vorjahr war die tschechische Wirtschaft laut Medienberichten um geschätzte 1,1 Prozent geschrumpft, nachdem sie 2011 noch um 1,9 Prozent gewachsen war.

In einem etwas schwächeren europäischen Branchenumfeld sanken Erste Group um 1,38 Prozent auf 570 Tschechische Kronen. Komercni Banka gaben um 0,55 Prozent auf 3.779 Kronen ab. Die Titel des Immobilienentwicklers Orco zählten unterdessen mit einem klaren Plus von 1,59 Prozent auf 70,10 Kronen zu den größten Gewinnern auf der Kurstafel.

Der Warschauer Leitindex Wig-20 gewann 0,49 Prozent auf 2.455,47 Punkte, der breiter gefasste Wig stieg um 0,39 Prozent auf 46.329,66 Zähler. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat vor Beginn des EU-Gipfels zum Finanzrahmen für die Jahre 2014 bis 2020 das Ziel formuliert, sein Land solle aus den Fonds der Kohäsionspolitik insgesamt 300 Milliarden Polnische Zloty (71,8 Mrd. Euro) erhalten. Damit wäre Polen eines der wenigen Länder, die im neuen Finanzplan besser gestellt wären als im laufenden.

Einzelwerte wurden vor allem von Analystenstimmen bewegt. AmRest stiegen um 2,10 Prozent auf 89,80 Zloty und damit zum ersten Mal nach drei Tagen. Die Analysten von Raiffeisen hatten das Papier von "Hold" auf "Buy" angehoben. Budimex gaben unterdessen um 2,38 Prozent auf 61,50 Zloty nach. Hier htten die Analysten ihre Empfehlung von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

Der russische RTS-Interfax-Index verlor 0,48 Prozent auf 1.595,36 Punkte./spe/APA/fat/he

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX