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Aktien Frankfurt: Dax verliert 11000 Punkte aus den Augen - Bankenwerte schwach

Die Frankfurter Innenstadt, im Hintergrund die Skyline (Symbolbild).
Die Frankfurter Innenstadt, im Hintergrund die Skyline (Symbolbild). © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag den Kontakt zur runden Marke von 11 000 Punkten abreißen lassen. Am Nachmittag notierte der Leitindex bei 10 886,23 Punkten und damit 0,41 Prozent unter seinem Vortagesschluss.

Mit dem Rutsch unter die Unterstützung von 10 900 Punkten habe der Dax den Kampf um die 11 000er Marke erst einmal aufgegeben, somit habe sich die charttechnische Situation wieder verschlechtert, analysierte Experte Jochen Stanzl von CMC Markets die Lage. Neue Hiobsbotschaften aus London zum Brexit oder ausbleibende positive Signale von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China könnten in den kommenden Tagen den Abwärtstrend im Dax beschleunigen, fürchtet er.

Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es um 0,51 Prozent auf 22 664,54 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,47 Prozent ein.

Die Aktien der Deutschen Bank rutschten nach enttäuschenden Zahlen der US-Bank Morgan Stanley auf ihr Tagestief und standen zuletzt noch 3,7 Prozent tiefer. Bereits am Vormittag hatten sie unter Druck gestanden, nachdem die Societe Generale über ein schwaches Kapitalmarktgeschäft im letzten Quartal 2018 berichtet hatte. Anleger sorgten sich zudem weiter über eine möglicherweise schwache Profitabilität der Deutschen Bank im vierten Quartal.

Der europäische Bankensektor war mit minus 1,3 Prozent der schwächste der Stoxx-600-Übersicht. Im MDax verloren die Commerzbank (Commerzbank Aktie) -Anteile 3,6 Prozent.

Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) verloren nach Umsatzzahlen 0,7 Prozent. Der Nivea- und Tesa-Hersteller wuchs 2018 dank guter Geschäfte in allen Bereichen - und das trotz des starken Euro. Allerdings sei die nachlassende Dynamik im Schlussquartal ein eher negatives Signal für 2019, erklärte Analyst Andrew Wood von Bernstein Research.

Im MDax setzten sich mit plus 5,3 Prozent die Metro-Anteile an die Index-Spitze. Die Erlös-Kennziffern des Handelskonzerns kamen bei Analysten wie Händlern gut an. Gelobt wurde die Entwicklung in Russland und Asien. So konnte Metro im wichtigen Russland-Geschäft, welches zuletzt stark schwächelte, den Abschwung bremsen.

Verkaufsempfehlungen von Merrill Lynch für ProSiebenSat.1 und RTL setzten die Papiere beider Medienkonzerne unter Druck. Sie sackten um rund 5 beziehungsweise mehr als 4 Prozent ab. Der sich beschleunigende Trend hin zu Online-Video-Angeboten belaste das Werbegeschäft der klassischen TV-Anbieter, schrieb Analyst Adrien de Saint Hilaire in einer aktuellen Studie.

Ein überraschend vorsichtiger Ausblick des Apple (Apple Aktie) -Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC) zog die Papiere aus der europäischen Halbleiterbranche in Mitleidenschaft. Hierzulande sanken Infineon (Infineon Aktie) um 2,3 Prozent, Siltronic um 6,6 Prozent und Aixtron um fast 4 Prozent.

Schwach präsentierten sich zudem die Aktien der Autobauer. Volkswagen und Daimler (Daimler Aktie) verloren jeweils mehr als 1,7 Prozent. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump dazu neigt, neue Einfuhrzölle auf Autos zu erheben. Das Zoll-Thema belastet den Autosektor seit Monaten.

Südzucker gewannen als Top-Wert im SDax 5 Prozent, nachdem die Privatbank Berenberg ihre Verkaufsempfehlung gestrichen hatte. Eine geringere Ernte infolge der Dürre in Europa dürfte eine deutlich niedrigere Produktion nach sich ziehen, während zuvor noch von einem Überangebot ausgegangen worden sei, schrieb Analyst James Targett. Dies stütze die Erholung der Zuckerpreise.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 142,34 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,02 Prozent auf 164,65 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1387 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1389 (Dienstag: 1,1424) US-Dollar festgesetzt./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX


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