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AKTIE IM FOKUS: Leoni brechen nach Zahlen ein - EBIT-Erwartungen verfehlt

Verkabelung von Rechenzentren.
Verkabelung von Rechenzentren. © Leoni AG © Leoni AG

FRANKFURT (dpa-AFX) - Verpasste Markterwartungen haben am Dienstag für einen kräftigen Kurseinbruch bei Leoni-Papieren gesorgt. Börsianer begründeten dies vor allem mit einem unerwartet schwachen operativen Ergebnis (EBIT) im dritten Quartal. Die Titel des Autozulieferers verloren nach der Zahlenvorlage bis zum Mittag 7,39 Prozent auf 47,52 Euro, zeitweise hatte der Kurs noch deutlicher nachgegeben. Der Index mittelgroßer Werte verlor zeitgleich 0,53 Prozent auf 16.107,99 Punkte.

Das EBIT war beim Kabelspezialisten zwischen Juli und September um über 30 Prozent zurückgegangen. Das Unternehmen begründete dies abermals mit hohen Anlaufkosten für zukünftige Projekte sowie Schließungskosten für ein Werk in Marokko. Unter dem Strich standen mit 18 Millionen Euro gut 40 Prozent weniger Überschuss als vor einem Jahr.

Gleichwohl bestätigte Leoni seine Ziele. Für 2013 hatte das Unternehmen bereits beim Jahresausblick einen EBIT-Rückgang auf 170 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die im Sommer auf 3,7 bis 3,8 Miliarden Euro leicht angehobene Umsatzprognose wurde ebenfalls bekräftigt.

ANALYSTEN SCHAUEN IN DIE ZUKUNFT

Trotz des im Vergleich zu 2012 bisher schwächeren Jahresverlaufs hat auch der Leoni-Kurs vom aktuellen Börsenboom profitiert. Anfang 2013 war das Papier noch knapp 30 Euro wert - ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent also.

Analysten nahmen das jüngste Zahlenwerk deutlich entspannter auf als die Börse. Tim Schuldt von Equinet etwa sprach von weitgehend erwarteten Resultaten. Er hob hervor, dass die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) trotz bedeutend höherer Sonderkosten beibehalten worden sei. Dies spreche für eine sehr viel bessere operative Entwicklung als zuvor gedacht. Auch LBBW-Analyst Frank Biller zeigte sich optimistisch: Er sprach von einem Übergangsjahr 2013. Danach aber sollte sich die positive Geschäftsentwicklung von Leoni wieder in den Zahlen niederschlagen.

Positiv äußerte sich auch Klaus Breitenbach von der Baader-Bank, der seine Kaufempfehlung für das Papier bestätigte. Trotz des schwächeren Quartals-EBITs sprechen aus Sicht des Experten aktuell unter anderem die dicken Auftragsbücher für Leoni sowie die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens./tav/ag

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Quelle: dpa-AFX