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'WSJ': US-Behörden stellen Opioid-Firmen auf eine Stufe mit Dealern

Wissenschaftlerin mit Pipette (Symbolbild).
Wissenschaftlerin mit Pipette (Symbolbild). © xubingruo / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © xubingruo / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

NEW YORK (dpa-AFX) - Schmerzmittel-Firmen könnte in den USA laut einem Zeitungsbericht weiterer großer rechtlicher Ärger drohen. Die Justizbehörden prüfen im Rahmen einer strafrechtlichen Untersuchung, ob Hersteller und Händler abhängig machender Opioide gegen das bundesweite Suchtmittelgesetz "Controlled Substances Act" verstoßen haben. Das schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Ermittlung stehe aber noch am Anfang.

Das Gesetz dient eigentlich vor allem der Strafverfolgung von Drogen-Dealern und illegalen Netzwerken zum Handel mit verbotenen Rauschmitteln. Seine Anwendung würde eine Eskalation im Vorgehen gegen Unternehmen bedeuten, die mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit in den USA beigetragen haben sollen. Entsprechend nervös reagierten Anleger: Die Aktien der betroffenen Pharmakonzerne und Arzneimittelhändler Teva , Mallinckrodt, AmerisourceBergen (Amerisourcebergen Aktie), Amneal, McKesson (McKesson Aktie) und Johnson & Johnson - gegen die sich die Ermittlung richten soll - gerieten teilweise massiv unter Druck.

Die Unternehmen sind wegen ihrer Rolle in der Opioid-Krise ohnehin schon mit einer Klagewelle konfrontiert. Den Pharmakonzernen wird vorgeworfen, mit ihren Produkten den Grundstein für die Schmerzmittel-Epidemie gelegt zu haben, die in den vergangenen Jahren laut US-Behörden zu Hunderttausenden Toten durch Überdosierungen führte. Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern von den Unternehmen Milliarden von Dollar (Dollarkurs) zurück, die sie für den Kampf gegen Opioid-Abhängigkeit und Überdosierungen ausgegeben haben./hbr/DP/he

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Quelle: dpa-AFX