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Staatshilfen für kriselnde Bank MPS könnten bald fließen

Ein Trader bei seiner Arbeit (Symbolbild).
Ein Trader bei seiner Arbeit (Symbolbild). © ismagilov / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © ismagilov / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

ROM (dpa-AFX) - Die angeschlagene italienische Großbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) soll in den kommenden Tagen Staatshilfen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro erhalten. Die Anleihen könnten "in Kürze" gezeichnet werden, sagte der Präsident der Bank, Alessandro Profumo, der Nachrichtenagentur Ansa zufolge am Samstag. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht. Die Bank will Anleihen an den italienischen Staat ausgeben und sich damit aus der Krise befreien.

Die Milliardenhilfen für die Bank waren bereits im vergangenen Jahr genehmigt worden, im Dezember gab die EU-Kommission ihr Einverständnis. Der MPS steckt tief in den roten Zahlen. Der ältesten Bank der Welt drohen nach riskanten Geschäften Verluste von geschätzten 720 Millionen Euro. Gegen mehrere frühere Manager des Geldhauses ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Der Gouverneur der italienischen Zentralbank, Ignazio Visco, verteidigte die staatliche Unterstützung am Samstag. "Das ist keine Rettung für eine Bank in der Krise, sondern ein Darlehen des Staates", sagte er. Die Probleme der MPS änderten nichts an der Bewertung des italienischen Bankensystems, das im Grunde gesund sei. Er forderte außerdem mehr Macht für die Zentralbank, um Manager während einer Krise notfalls absetzen zu können./mms/DP/edh

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Quelle: dpa-AFX