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ROUNDUP 2: Fresenius stimmt Aktionäre auf steigende Gewinne ein

Ein Forscher arbeitet mit Proben (Symbolbild).
Ein Forscher arbeitet mit Proben (Symbolbild). © Morsa Images / DigitalVision / Getty Images © Morsa Images / DigitalVision / Getty Images www.gettyimages.de

(Aussagen aus Pressekonferenz, Analysten, Kurs)

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Medizin- und Krankenhauskonzern Fresenius (Fresenius Aktie) hat Anleger nach einem Gewinnsprung im Jubiläumsjahr 2012 auf weitere Zuwächse eingestimmt. "Wir gehen mit Zuversicht in das zweite Jahrhundert unserer Unternehmensgeschichte und sind bestens vorbereitet, künftige Herausforderungen zu meisten und Wachstumschancen zu nutzen", sagte der seit 2003 amtierende Fresenius-Chef Ulf Schneider am Dienstag in Bad Homburg. Dank der gestiegenen Nachfrage aus den USA und dem stabilen Krankenhausgeschäft legte der bereinigte Gewinn um mehr als ein Fünftel auf 938 Millionen Euro zu.

Der Dax-Konzern eilt von Rekord zu Rekord: Das Konzernergebnis habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verachtfacht - die Aktie rund 24 Prozent pro Jahr zugelegt, sagte Schneider. 2013 und damit ein Jahr früher als bisher erwartet, soll der Gewinn auf mehr als eine Milliarde Euro steigen. In diesem Jahr rechnet Schneider unter Ausklammerung von Währungsschwankungen mit einem Umsatzanstieg um sieben bis zehn Prozent. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um sieben bis zwölf Prozent steigen.

20. DIVIDENDENERHÖHUNG IN FOLGE - AKTIE STEIGT

Gute Nachrichten für die Aktionäre, die mit der 20. Dividendenerhöhung in Folge rechnen dürfen. Nach 0,95 Euro je Aktie sollen nun 1,10 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet werden. Fresenius will in Zukunft die Ausschüttungsquote bei 20 bis 25 Prozent halten.

An der Börse kam das gut an: Fresenius-Titel verteuerten sich um 2,11 Prozent auf 92,92 Euro. Auch die Aktien von Fresenius Medical Care (Fresenius Medical Care Aktie) stiegen um 1,82 Prozent. Beide Unternehmen hätten die Erwartungen mit ihren Zahlen übertroffen, schrieb Analyst Sven Kürten von der DZ Bank.

GLÄNZENDE GESCHÄFTE BEI KABI

Glänzende Geschäfte der Infusions- und Generikatochter Kabi sowie mehr Patienten bei der Krankenhaustochter Helios trieben den Konzernumsatz auf 19,3 Milliarden Euro (VJ: 16,4). Zudem haben positive Währungseinflüsse durch den starken US-Dollar sowie Zukäufe gestützt. Auch Operativ verbuchte Fresenius Zuwächse: Das um Kosten für die gescheiterte Übernahme der Rhön-Klinikum AG bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Dank Lieferengpässen bei Wettbewerbern und Neueinführungen steigerte die zweitgrößte Sparte Kabi den Umsatz um 15 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Operatives Ergebnis und Überschuss wuchsen ebenfalls prozentual zweistellig. Kabi hält seit März ein Quasi-Monopol beim Narkosemittel Propofol, da der US-Konkurrent Hospira Lieferprobleme hat. 2013 erwartet Schneider für Kabi eine Umsatzsteigerung ohne Währungseffekte von 12 bis 14 Prozent.

Rund lief es auch bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care, die Umsatz wie auch Überschuss prozentual zweistellig steigerte. Im wichtigen US-Markt flossen FMC mit 355 US-Dollar an durchschnittlicher Vergütung je Dialysepatient mehr zu als im Jahr davor. 2013 peilt der seit Januar amtierende FMC-Chef Rice Powell einen Umsatz von mehr als 14,6 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (VJ: 13,8) an. Beim Gewinn rechnet FMC wegen Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben in den USA mit 1,1 bis 1,2 Milliarden Dollar (VJ: 1,19). Falls sich im US-Haushaltsstreit Demokraten und Republikaner nicht auf einen Kompromiss einigen, treten automatisch Kürzungen in Kraft.

FMC ist der weltweit führende Anbieter von Produkten für Patienten mit chronischem Nierenversagen und konkurriert unter anderem mit dem US-Konzern Baxter.

KEIN KOMMENTAR ZU RHÖN

Wie es für Fresenius nach der gescheiterten Übernahme von Rhön-Klinikum mit dem Krankenhausbetreiber weitergeht, ließ Schneider offen. Ende Juni war Fresenius mit Angebot in Höhe von 3,1 Milliarden Euro für Rhön-Klinikum gescheitert. Denn die Konkurrenz wehrte sich. Bernard Broermann, Gründer des Krankenhauskonzerns Asklepios, stieg kurz vor Ende der Angebotsfrist bei Rhön ein und vereitelte damit den Milliardendeal. Doch auch ohne Rhön wächst Helios weiter: Schneider stellte für die Krankenhaustochter 2013 einen weiteren Anstieg bei Umsatz und operativem Ergebnis in Aussicht./ep/fbr

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Quelle: dpa-AFX