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Rohöl Brent: Kräftige Gegenbewegung

Wien (GodmodeTrader.de) - Der Brent-Ölpreis ist nach einem Preisverfall gegen Ende des vergangenen Jahres innerhalb von zehn Handelstagen um mehr als zehn US-Dollar pro Barrel gestiegen (plus 20 Prozent). Der vorangegangene Preisrückgang ist in erster Linie auf die Angst vor einem Überangebot am Ölmarkt sowie auf den schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückzuführen, der auch die Aktienmärkte unter Druck setzte. Zuletzt sorgte ein positiveres Sentiment an den Aktienbörsen sowie unterstützende Signale auf der Angebotsseite des Ölmarktes für eine deutliche Gegenbewegung beim Ölpreis, wie Raiffeisen-Analyst Hannes Loacker in der aktuellen Research-Publikation „Ölpreis: Talfahrt gestoppt“ schreibt.

Saudi Arabien habe, wie bereits nach dem OPEC-Treffen Anfang Dezember angekündigt, seine Ölförderung um rund 400.000 Barrel pro Tag gekürzt. Zuletzt habe der saudische Ölminister Al-Falih für Januar eine ähnlich hohe Reduktion angekündigt. Mitte dieser Woche habe Al-Falih, zudem klar gestellt, dass die „OPEC+“-Länder nicht zulassen würden, dass die globalen Öllagerbestände über das durchschnittliche Niveau der letzten Jahre ansteigen würden, heißt es weiter.

„Die US-Schieferölproduktion hat in den letzten beiden Monate keine nennenswerten Anstiege verzeichnen können, nachdem der Ölpreis (‚WTI Midland‘) beim mit Abstand größten Schieferölfeld, dem Permian-Ölfeld, zeitweise auf weniger als 40 US-Dollar pro Fass gefallen war. Dennoch ist für das heurige Jahr mit einem weiteren Anstieg der Schieferölförderung zu rechnen. Laut Prognosen der US-Energiebehörde, EIA, sollte der Anstieg bis Ende 2019 (versus Ende 2018) mit rund 600.000 Fass pro Tag allerdings geringer ausfallen als dies in den vergangenen zwei Jahren der Fall war“, so Loacker.

Gerade vor dem Hintergrund des Handelskonfliktes zwischen den USA und China bleibe die Angst vor einer Abschwächung der globalen Ölnachfrage hoch, heißt es weiter. „Wir sehen trotz des jüngsten Ölpreisanstiegs in den kommenden Monaten weiteren Spielraum für einen Anstieg in Richtung 70 US-Dollar pro Barrel Brent, da in den kommenden Monaten mit einer weiteren Unterstützung in Form einer geringeren Förderung der ‚OPEC+‘-Länder zu rechnen ist. Das Abwärtsrisiko liegt vor allem in einem erneuten Aufflammen des Handelsstreits zwischen China und den USA. Das würde unweigerlich zu einer erhöhten Risikoaversion führen sowie die Angst vor einer schwächeren chinesischen Rohölnachfrage erhöhen“, so Loacker.

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Rohöl Brent
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