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Ölpreise geben etwas nach - Opec vor schwieriger Zeit

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild) © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag bis zum Mittag leicht nachgegeben. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 42,76 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 39 Cent auf 40,36 Dollar (Dollarkurs).

Nach wie vor steht der Ölmarkt im Bann gegenläufiger Kräfte. Auf der einen Seite sorgen sich die Anleger über die Entwicklung der Corona-Pandemie in großen Volkswirtschaften wie den USA. Dort ist die Lage in einigen Bundesstaaten nach wie vor sehr angespannt. Zuletzt hatte sich die Situation auch in einigen europäischen Ländern wieder etwas verschlechtert.

Auf der anderen Seite stehen das Ölkartell Opec und verbündete Staaten wie Russland. Sie deckeln nach wie vor ihre Förderung, wenngleich die Produktion ab August etwas steigen soll. Bisher hat der Ölmarkt diese Anhebung jedoch gut weggesteckt. Einige Fachleute geben dennoch zu bedenken, dass der Schritt angesichts der krisenbedingt schwachen Nachfrage zu früh kommen könnte.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) beschreiben die gegenwärtige Ölmarktlage ähnlich. Jedoch weisen sie darauf hin, dass die Aufgabe der Opec zunehmend schwieriger werde. So sei die zuletzt rekordhohe Nachfrage Chinas in erster Linie dem Aufbau strategischer und kommerzieller Reserven und weniger der eigentlichen Nachfrage geschuldet gewesen. "Die Bäume am Ölmarkt wachsen also nicht in den Himmel."/bgf/jsl/mis

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Quelle: dpa-AFX