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Ölpreise bauen Verluste etwas aus

Offshore-Plattform (Symbolbild).
Offshore-Plattform (Symbolbild). © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen und haben bis zum Mittag die frühen Verluste etwas ausgebaut. Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) erklärten den Rückgang mit einem starken Anstieg der Benzinvorräte in den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 60,66 US-Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um ebenfalls 66 Cent auf 51,65 Dollar (Dollarkurs).

"Die US-Lagerdaten haben den Anstieg der Ölpreise gestoppt", hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank. Zwar seien die US-Ölreserven in der vergangenen Woche gesunken, entscheidend sei aber ein starker Anstieg der Lagerbestände an Benzin in den USA gewiesen. "In den letzten vier Wochen summiert sich der Lageraufbau bei Benzin auf 25 Millionen Barrel", schreiben die Commerzbank-Experten. Die Lagerbestände seien damit nur noch knapp unter dem vor zwei Jahren verzeichneten Rekordniveau.

Außerdem erreichte die Fördermenge in den USA zuletzt mit 11,9 Millionen Barrel pro Tag ein neues Rekordniveau. Die Daten der US-Regierung zeigen, dass es dem Ölkartell Opec nicht leicht fallen dürfte, die Rohölpreise durch eine geplante Verringerung der Förderung anzuheben. Die USA werden damit immer autonomer in der Energiegewinnung.

Die amerikanische Energiebehörde EIA schätzt, dass die Vereinigten Staaten im Laufe des Jahres 2020 zum Nettoexporteur werden, also regelmäßig mehr Öl (Rohöl) fördern, als sie selbst verbrauchen. Die Abhängigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt von den Opec-Staaten, insbesondere von Saudi-Arabien, dürfte sich also weiter verringern./jkr/bgf/fba

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Quelle: dpa-AFX