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Kreise: Barclays suspendiert drei Devisen-Händler - Manipulationsverdacht

Die Hauptzentrale der Barclays Bank in London.
Die Hauptzentrale der Barclays Bank in London. © Oli Scarff / Staff / Getty Images News / Getty Images © Oli Scarff / Staff / Getty Images News / Getty Images www.gettyimages.de

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank Barclays hat Kreisen zufolge drei Devisenhändler in den Zwangsurlaub geschickt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eine eingeweihte Person berichtet, sind die drei Angestellten im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung wegen des Verdachts auf Devisen-Manipulationen suspendiert worden. Ein konkretes Fehlverhalten werde den drei Mitarbeitern allerdings nicht vorgeworfen.

Die Bank ist Gegenstand von internationalen Ermittlungen, die sich mit Manipulationen bei Fremdwährungskursen beschäftigen. Barclays kooperiere mit den Aufsichtsbehörden und nehme ihre eigenen Unterlagen der vergangenen Jahre bis einschließlich August dieses Jahres unter die Lupe, hatte das Institut am Mittwoch in London mitgeteilt. Zuvor hatten die Aufsichtsbehörden in der Schweiz und Großbritannien Ermittlungen wegen mutmaßlicher Manipulationen aufgenommen.

Am Dienstag hatten Medien berichtet, die britische Großbank Standard Chartered trenne sich von einem wichtigen Devisenhändler. Er habe zuvor für die Schweizer Bank UBS und die britische Barclays-Bank gearbeitet. Ein Sprecher von Standard Chartered wollte die Berichte offiziell nicht kommentieren, dementierte sie aber auch nicht.

Der Devisenmarkt ist seit einiger Zeit in den Fokus der Ermittler gerückt. Behörden in mehreren Ländern untersuchen derzeit, ob Banken den weltweit größten Finanzmarkt beeinflusst haben. Dabei war bisher nicht konkret bekannt, gegen wen ermittelt wird. Zu den größten Akteuren in dem Bereich gehören neben Barclays die Citigroup (Citigroup Aktie), die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) und die UBS./stk/kja/stb

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Quelle: dpa-AFX