Ad hoc-Mitteilungen

DAX: Was sagt der Maschinenraum der Börse?

Seit Jahresbeginn hat sich der DAX lediglich seitwärts bewegt. Inmitten des zweitlängsten Bullenmarktes in der Geschichte zieht diese Entwicklung die Frage nach sich, ob man als Anleger langsam vorsichtig werden sollte.

 

Im Maschinenraum der Börse lässt sich keine Fehlfunktion feststellen. Das Weltwirtschaftswachstum läuft synchron, das Gewinnwachstum der US-Unternehmen lag im ersten Quartal bei 25% und auch ohne Steuerreform und Fracking-Erdöl-Boom bei europäischen Unternehmen bei 6%. Die Weltbank erwartet durch die Steuersenkungen in den Vereinigten Staaten, dass sich das Wachstum weltweit noch einmal besser entwickeln könnte.

 

Die Europäische Zentralbank hat gerade noch einmal klar gemacht, dass die erste Zinsanhebung nicht vor Sommer 2019 kommen wird, was natürlich Spielraum offen lässt. Schließlich endet der Sommer kalendarisch erst am 27. Oktober und damit würde Mario Draghi gar keine Zinsanhebung mehr durchführen sondern die Entscheidungen darüber seinem Nachfolger überlassen. Also läuft es auch rund mit der Liquiditätsversorgung der Aktienmärkte. Eine zweijährige Kreditvergabe an den Bund kostet 0,5% Zins pro Jahr, im DAX erhalten Anleger annualisiert 2% Dividende. Rein pragmatisch betrachtet spricht dieses Zinsargument unverändert dafür, dass es erst einmal keine Fehlfunktionen im Maschinenraum der Börse geben wird.

 

Natürlich kann man die Seitwärtsbewegung im DAX seit Jahresbeginn auch zum Anlass nehmen jetzt genauer auf die Motorengeräusche zu achten. Hier lässt sich schon das eine oder andere ausmachen das darauf hindeutet dass es Probleme geben könnte. Auch wenn man die erratische Handelspolitik der US-Regierung als politisches Geplänkel und Muskeln spielen lassen vor den Zwischenwahlen im Herbst abtun könnte ließe sich aus einer immer schneller drehenden Spirale aus Strafzöllen und Gegenzöllen ein Szenario eines Handelskriegs ableiten, das bedrohlich werden könnte. Mittlerweile glaubt kaum mehr jemand, dass die Weltwirtschaft dem Protektionismus der USA ungeschoren entkommen wird.

 

Wie ich bereits in früheren Kolumnen an dieser Stelle schrieb steht jetzt schon fest, dass das erste Quartal dieses Jahres den Höhepunkt im Gewinnwachstum der amerikanischen Firmen dargestellt haben dürfte. Nun kam es im dritten Quartal des Jahres 1999 ebenfalls zu einem solchen Wachstumshöhepunkt, nachdem im April 2000 die Kurse einen Hochpunkt ausbildeten und dann abstürzten. Jedoch kam es damals zur Jahrtausendwende auch zu der unheilvollen Situation, dass die Gewinne begannen zu sinken, womit die Situation nicht mit der aktuellen vergleichbar ist. Sowohl Gewinn- wie auch Wirtschaftswachstum dürften auch 2019 weiter wachsen, wenngleich weniger stark als bislang. Für eine echte Trendwende an den Börsen spricht also derzeit auch das Gewinnwachstum nicht. Würden die Prognosen für das Gewinnwachstum stimmen und sich der DAX über die kommenden zwölf Monate weiter seitwärts bewegen dann würden lediglich die Bewertungen sinken und das verträgt sich nicht mit dem Anlagenotstand, der aufgrund der tiefen Zinsen nach wie vor auch in einem Jahr noch herrschen dürfte.

 

Technisch betrachtet sind die Grenzen für den DAX klar abgesteckt. 13151 Punkte nach oben – 11700 Punkte nach unten – dazwischen lässt sich zwar technisch ein gewisser Schwerpunkt des Kursverhaltens im oberen Drittel dieser Handelsspanne feststellen, aber auch nur, wenn sich der DAX über 12600 Punkten halten können wird. Sinkt er darunter ließe sich ein großes Doppeltop-Trendwendemuster ausmachen, das einen erneuten Test der Untergrenze der Handelsspanne nahelegen könnte.

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Über den Autor

Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.