Ad hoc-Mitteilungen

DAX 20.000: Hoch soll er leben!

Die Rettungspolitik der Zentralbanken war jahrelang darauf bedacht, die Weltwirtschaft vor dem Schlimmsten zu bewahren. Notfalls mit internationalen Absprachen, notfalls mit Blanko-Schecks nach dem Motto „whatever it takes“. Diese Zeit der Not ist vorbei.

Und eine neue hat begonnen. Pünktlich zum dreißigjährigen Jubiläum des DAX hat die amerikanische Fiskal- und Handelspolitik, die jetzt das Zepter von der Geldpolitik übernimmt, damit begonnen, protektionistische, auf den eigenen Vorteil bedachte Ziele zu verfolgen. Und jetzt steht auch fest, dass es nicht bei ein paar verbalen Entgleisungen der Akteure bleibt, sondern dass wir uns in einer Spirale befinden, die begonnen hat, sich abwärts zu drehen.

Diese klimatische Veränderung tritt ausgerechnet jetzt auf, wo sich die Weltwirtschaft in einem synchronen Aufschwung befindet. Die Zentralbank der Zentralbanken, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, empfiehlt der EZB und der amerikanischen Notenbank auch bei so genannter „erhöhter Übergangsvolatilität“ weiterhin mit eisener Hand dem Markt Liquidität zu entziehen. Mit anderen Worten: Wenn es das nächste Mal im DAX kracht, gibt es keine Blankoschecks mehr von Draghi und Kollegen. Oder zumindest liegt die Barriere hierfür weitaus höher. Vor allem deshalb, da eine Rückkehr zu erneut lockerer Geldpolitik falsch interpretiert werden könnte.

Und es könnte vielleicht sogar krachen. Zumindest technisch gibt es neuralgische Punkte im kurzfristigen Chart, zu sehen in meiner letzten Ariva-Kolumne. Auch im Wochenkerzenchart brauen sich Unwetterwolken zusammen. Ein Rutsch unter 11700 Punkten und schon wäre eine SKS-Trendwende just an der Stelle aktiv, in der es eigentlich einen nachhaltigen Ausbruch über das April-2015-Hoch hätte geben sollen.

„America First“ macht das Börsenklima rauer. Wer gehört eigentlich zu wem? Wer arbeitet noch zusammen? Die Politik streitet über den Handel und die Welt befindet sich in Aufruhr. Die EZB erreicht ein Etappenziel bei der Inflation und muss sofort wieder über dessen Nachhaltigkeit bangen. Mit Sicherheit lässt sich über den Handelskonflikt nur eines sagen: Er ist gewiss nicht ausgestanden.

Verlässliche globale Wirtschaftsstrukturen wanken und damit nimmt die Halbwertzeit von Trends an den Börsen rapide ab. Nachrichtengetriebenes Event-Trading gewinnt mehr und mehr an Beliebtheit – schnell rein, gleich wieder raus. Die Stimmung auf dem Parkett gleicht dem Wetter am Meer: Gerade schien noch die Sonne, dann gibt es Starkregen und ein heftiges Gewitter mit Donner und Blitzen.

Natürlich gibt es kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung – folglich fahren von Trump-Tweets gepeinigte Anleger pragmatisch ihre Aktienquoten runter. Seit Jahresbeginn bleibt lediglich eine Seitwärtsbewegung im Deutschen Aktienindex. 25 Mal wichtiger als der DAX, da mit 25 Mal höherem täglichen Volumen gehandelt, ist freilich der S&P 500 Index für amerikanische Standardaktien und dessen Verhalten an der 200-Tage-Linie. Bricht sie – das wäre das erste Mal seit zweieinhalb Jahren - wird es brenzlig. Vielleicht lenkt dann Trump auch ein. Ohne Zusatzeinnahmen aus neuen Handelsabkommen muss die US-Regierung die Steuersenkungen zurückdrehen und sparen. Denn das verärgerte Ausland wird die massive Neuverschuldung in den kommenden zehn Jahren vielleicht nicht freiwillig mittragen. Oder nur zu weitaus höheren Zinsen. Wir werden es sehen.

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Über den Autor

Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.