Ad hoc-Mitteilungen

Kabelnetzgeschäft ade

Am Rennen um Netzbetreiber wie Kabel Deutschland möchte sich Sky nicht betreiben. Der Bezahlsender möchte weiter Inhalte schaffen und in diesem Jahr wieder Gewinne schreiben.

Der Bezahlfernsehsender Sky will sich nicht am Rennen um Netzbetreiber wie Kabel Deutschland beteiligen. Sky Deutschland ist zu allererst ein Schaffer von Inhalten, und als solche Firma haben wir nicht vor, in das Infrastrukturgeschäft einzusteigen, sagte Vorstandschef Brian Sullivan der Süddeutschen Zeitung. Mögliche Interessen des Mutterkonzerns News Corp (News Corp Aktie) wollte er indes nicht beurteilen.

Sullivan bekräftigte, sein Haus peile für das laufende Geschäftsjahr nach langer Verlustzeit einen operativen Gewinn an. Anschließend erwarte er auch bald Nettogewinne. Bis dahin sollte es nicht mehr allzu lang dauern, denn ein überwiegender Teil unserer Fixkosten, also zum Beispiel die Kosten für Film- oder Sportrechte, sind über einen längeren Zeitraum konstant, sagte Sullivan. "Wenn wir dann die Zahl der Abonnenten und damit die Einnahmen steigern, kann das Ganze relativ schnell ins Positive drehen. Die Abonnentenzahl werde in jedem Fall nach oben gehen. Wir werden weiter wachsen, vielleicht sogar ein wenig schneller als 2012, sobald wir über die volle Exklusivität unserer Bundesliga-Rechte verfügen, sagte der Manager.

Sky veröffentlicht am Donnerstag seine Jahresbilanz. Das Unternehmen hat bereits bekannt gegeben, dass der operative Verlust (Ebitda) 2012 auf 48 Millionen bis 58 Millionen Euro verringert wurde. Von Reuters befragte Experten zeigen sich optimistisch - sie erwarten im Schnitt weniger als 50 Millionen Euro operativen Verlust.

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Quelle: Handelsblatt