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Großbank Intesa Sanpaolo legt Milliardensumme für faule Kredite zurück

Analysten bei der Arbeit (Symbolbild).
Analysten bei der Arbeit (Symbolbild). © gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

MAILAND/TURIN (dpa-AFX) - Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo (Intesa Sanpaolo Aktie) hat ihre Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle in der Corona-Krise um eine Milliardensumme aufgestockt. Im zweiten Quartal legte das Institut weitere rund 1,4 Milliarden Euro für gefährdete Kredite zurück, wie es bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag in Turin mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Bank bereits 403 Millionen Euro für gefährdete Kredite zur Seite gelegt. Ein Großteil der Belastung im zweiten Quartal bezieht sich der Mitteilung zufolge mit 880 Millionen Euro nicht auf konkret gefährdete Kredite, sondern auf mögliche Ausfälle in der Zukunft.

Die Pandemie hat Italien schwer getroffen. Fast zwei Monate lang galt dort eine Ausgangssperre, viele Betriebe standen still. Das bekam die Bank auch bei ihren Einnahmen zu spüren. Während der Zinsüberschuss im Jahresvergleich fast stabil blieb, ging der Gebühren- und Provisionsüberschuss deutlich zurück. Insgesamt sanken die Erträge um elf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Trotz der hohen Belastungen verdiente Intesa Sanpaolo im zweiten Quartal mehr als ein Jahr zuvor. Dank eines Sondergewinns aus dem Verkauf des Bezahldienstleiters Nexi stand unter dem Strich ein Quartalsüberschuss von 1,4 Milliarden Euro, eine Steigerung um rund 16 Prozent. Für das laufende Jahr peilt Bankchef Carlo Messina weiterhin einen Nettogewinn von mindestens rund 3 Milliarden Euro an, wenn man die geplante Übernahme der UBI Banca herausrechnet. Im kommenden Jahr sollen es mindestens rund 3,5 Milliarden Euro sein./stw/men/jha/

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Quelle: dpa-AFX