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GLG-Übernahme brockt Hedgefonds Man Group tiefrote Zahlen ein

Finanzanalysten bei der Arbeit (Symbolbild).
Finanzanalysten bei der Arbeit (Symbolbild). © scyther5 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © scyther5 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

LONDON (dpa-AFX) - Überraschend hohe Abschreibungen auf den übernommenen Fondsmanager GLG haben den weltgrößten börsennotierten Hedgefonds Man Group 2012 tief in die roten Zahlen gestürzt. Während das Unternehmen weiter mit einer Flucht der Anleger zu kämpfen hat, verbuchte es im abgelaufenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 784 Millionen US-Dollar (599 Mio Euro). Im Rumpfgeschäftsjahr 2011, das nur neun Monate umfasste, hatte Man Group noch 159 Millionen Dollar (Dollarkurs) verdient.

Den Wert des 2010 übernommenen Fondsmanagers GLG korrigierte der Hedgefonds nun um weitere 746 Millionen Dollar nach unten. Zuvor war bereits von einer Abschreibung von 91 Millionen Dollar die Rede gewesen. Trotz des Jahresverlusts sollen die Aktionäre eine Gesamtdividende von 22 Cent je Aktie erhalten.

Unterdessen ziehen Investoren Geld aus den Man-Group-Fonds ab. Von Ende 2011 bis Ende 2012 sank das verwaltete Vermögen von 58,4 Milliarden auf 57,0 Milliarden Dollar. Bis zum 25. Februar ging die Summe den Angaben zufolge noch stärker auf 55,0 Milliarden Dollar zurück. Dazu habe auch eine ungünstige Entwicklung der Währungskurse beigetragen, hieß es.

Bis Ende 2013 will Man Group seine jährlichen Kosten wie geplant um weitere 100 Millionen Dollar senken. Die Anfang 2012 angekündigten Einsparungen von 95 Millionen Dollar seien erreicht worden./stw/mmb/fbr

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Quelle: dpa-AFX