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EVO: Strompreisbremse gefährdet Ökostrom-Investitionen

Ideen für ein nachhaltiges Zusammenleben werden immer bedeutender (Symbolbild).
Ideen für ein nachhaltiges Zusammenleben werden immer bedeutender (Symbolbild). pixabay.com pixabay.com

OFFENBACH (dpa-AFX) - Die Energieversorgung Offenbach (EVO) will weitere Millioneninvestitionen in Windenergie stoppen, falls die Bundesregierung die geplante Strompreisbremse umsetzt. Es gehe zunächst um rund 90 Millionen Euro. Mit dem Geld sollten unter anderem 18 Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis gebaut werden. Dazu haben die EVO und der Main-Kinzig-Kreis bereits ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Die Strompreisbremse bedeute jedoch "das Ende der Wende", sagte EVO-Technikvorstand Kurt Hunsänger am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz.

Die Vorstandsvorsitzende Heike Heim forderte mehr Wettbewerb auf dem Markt der erneuerbaren Energien. Der Bundesregierung warf Heim vor, das Vertrauen der Bürger in die Energiewende zu gefährden.

Der kommunale Versorger mit mehr als 600 Mitarbeitern hat in den vergangenen Jahren eine dreistelligen Millionenbetrag in Stromerzeugung aus Windkraft, Holzpellets und Photovoltaik gesteckt. Die größte Windanlage in Kirchberg im Hunsrück produziert Strom für rund 100 000 Menschen. Mit größeren Ergebnisbeiträgen aus dem Ökostrom rechnet das Unternehmen aber erst in einigen Jahren.

Im Geschäftsjahr 2011/12 (bis September) setzte die EVO rund 355 Millionen Euro um (2010/11: 365 Millionen). Das operative Ergebnis lag mit 16,7 Millionen Euro leicht unter Vorjahresniveau. Die Anteilseigner Stadt Offenbach und MVV Energie (MVV Energie Aktie) Mannheim bekommen eine unveränderte Dividende von je zehn Millionen Euro. Für die Zukunft rechnet die EVO, die rund 170 000 Kunden versorgt, mit sinkenden Überschüssen./moh/DP/kja

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Quelle: dpa-AFX