Anleiheinvestoren vor neuen Herausforderungen

Atlanta (GodmodeTrader.de) - Viele Investoren sind überzeugt, dass die lange Phase der Ruhe an den Zinsmärkten im Nachgang der Finanzkrise auf ihr Ende zusteuert, jetzt, da die Zentralbanken beginnen, ihre Stimulusmaßnahmen zurückzufahren. Anleiheinvestoren sehen den globalen Wachstumsausblick zumeist positiv, stellen sich aber auf neue Herausforderungen wie den demografischen Wandel und eine strengere Regulierung ein. Das Interesse an alternativen Kreditinstrumenten, einem zunehmend wichtigen Segment des Zinsuniversums, ist unverändert hoch. Die Investoren rechnen jedoch mit einer Rotation hin zu bonitätsstarken Anleihen, den sogenannten Kernanleihen. So lauten einige der wichtigsten Ergebnisse der ersten Global Fixed Income Studie von Invesco, einer umfassenden Analyse des Anlageverhaltens von Anleiheinvestoren, wie Invesco in einer aktuellen Publikation mitteilt.

Wie die Studie zeige, erwarteten die Investoren eine Phase der ‚neuen Normalisierung‘ an den Zinsmärkten mit niedrigeren Renditen, einer schwachen Inflation und erneuten Zentralbankinterventionen. Eine bedeutende Minderheit erwarte dagegen eine gänzlich andere Entwicklung mit einem deflationären Schock, der durch das Ende des zyklischen Abschwungs in immer noch fragilen Volkswirtschaften verursacht werde. Ungeachtet der implizit inflationären Fiskalpolitik der Trump-Regierung in den USA rechneten nur wenige mit einer starken, spätzyklischen Beschleunigung der Inflation, heißt es.

Die Studie, die auf persönlichen Interviews mit 79 Anleihenprofis und CIOs im asiatisch-pazifischen Raum, der EMEA-Region und Nordamerika basiere, zeige, dass mehr als die Hälfte (58 Prozent) der befragten Anleiheinvestoren die Weltwirtschaft zwar auf dem Weg der Erholung sähen, nicht aber die typische Normalisierung nach einem Abschwung. Die meisten rechneten mit einer nur langsamen Verbesserung der wichtigsten wirtschaftlichen Messgrößen. Erwartet würden moderate Wachstumsraten und schrittweise Leitzinserhöhungen, wodurch die Zinsen am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve schneller steigen dürften als am langen Ende. Ein Inflationsrisiko sähen die wenigsten, heißt es weiter.

Nick Tolchard, Head of EMEA bei Invesco Fixed Income, kommentiert: „Die Weltwirtschaft erholt sich und die Zentralbanken kehren allmählich zu einer konventionelleren Geldpolitik zurück. Vor diesem Hintergrund rechnen die Anleiheinvestoren mit einem baldigen Ende des ausgedehnten Rückgangs der Anleiherenditen, sind aber unsicher, wie es weitergeht. Unabhängig davon, ob die erwartete ‚neue Normalisierung‘ oder ein anderes Szenario eintritt, stehen die Anleiheinvestoren weiter unter Performancedruck. Dabei steht ihnen inzwischen ein deutlich größeres Instrumentarium zur Verfügung, das auch zunehmend genutzt wird – entweder durch die eigenen Teams oder – häufiger – in Zusammenarbeit mit externen Asset Managern.“

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