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Wochenausblick: Das dürfen Anleger erwarten

In dieser Woche wird es spannend auf dem deutschen Aktienmarkt. Gleich drei DAX-Unternehmen veröffentlichen ihre Jahreszahlen. Was kommt auf die DAX-Aktionäre zu?
Dürfen Aktionäre auf Überraschungen hoffen?
Dürfen Aktionäre auf Überraschungen hoffen? - © Sergey_P istock.com

In der vergangenen Woche erreichte der DAX sein vorläufiges Jahreshoch. In dieser Woche veröffentlichen gleich drei DAX-Unternehmen ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2016. Ob sie dem DAX zu neuen Höhenflügen verhelfen werden, bleibt abzuwarten. Viele der Daten sind bereits bekannt.

SAP schwebt auf seiner Cloud

Der Walldorfer Softwarehersteller SAP wird am morgigen Dienstag seine Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen. Laut eines vorläufigen Berichts stiegen die Umsatzerlöse des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf rund 22 Milliarden Euro. Beim Nachsteuergewinn hat SAP ein Plus von 18 Prozent in den Büchern stehen, was rund 3,6 Milliarden Euro entspricht. Grund dafür war laut Unternehmensangaben vor allem das schnell wachsende Cloud-Geschäft.

Die SAP-Aktie stieg bis zum Mittag mit 0,05 Prozent nur sehr leicht an und notiert aktuell bei rund 88 Euro pro Papier. Die Investmentbank Goldman Sachs riet zuletzt laut dpa-AFX zum Kauf der Aktie mit einem Kursziel von 110 Euro. Im Softwarebereich ist die Cloud nach wie vor ein Hauptthema. SAP sei hier gut positioniert.

Continental verkauft so viele Reifen wie noch nie

Der Hannoveraner Reifenhersteller und Autozulieferer Continental wird am kommenden Donnerstag seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen. Bereits im Januar hatte der Konzern erste Kennzahlen veröffentlicht. Nach einem starken vierten Quartal rechnet Continental für 2016 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 40,5 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Das Nettoergebnis wird knapp über dem Vorjahreswert von rund 2,8 Milliarden Euro erwartet. Im Reifenbereich setzte der Konzern mit einem Absatz von 150 Millionen Reifen einen neuen Unternehmensrekord. In der Automotive-Sparte konnte Continental seinen Auftragseingang um zehn Prozent erhöhen, teilte der Konzern mit.

Die Continental-Aktie verlor bei Xetra bis zum Mittag rund 0,3 Prozent und notiert zur Stunde bei rund 191,50 Euro pro Papier. Das US-amerikanische Analysehaus Jefferies rät laut dpa-AFX dennoch zum Kauf der Continental-Aktie mit einem Kursziel von 203 Euro. Der Konzern habe branchenweit die beste Gewinndynamik gezeigt. Im Reifensegment werden positive Ergebnisse erwartet.

Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile US wächst weiter

Die Deutsche Telekom wird ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 ebenfalls am Donnerstag vorlegen. Besonders im Fokus wird dabei weiterhin die US-amerikanische Tochter T-Mobile US stehen. Diese hatte bereits Mitte Februar erste Zahlen für 2016 vorgelegt. Demnach seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf umgerechnet rund 35,2 Milliarden Euro gewachsen. Der Jahresüberschuss stieg laut Unternehmensangaben sogar um 99 Prozent auf umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro. Aufgrund der starken Zahlen sehen Experten von JP Morgan daher laut Finanztrends eine erneute Chance für einen Zusammenschluss von T-Mobile US und dem US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint. Bereits 2014 wollten T-Mobile US und Sprint fusionieren. Die amerikanischen Kartellbehörden legten jedoch ihr Veto ein.

Die Telekom-Aktie verlor bis zum Mittag bei Xetra rund 0,5 Prozent und notiert zur Stunde bei etwas mehr als 16 Euro pro Papier. Analysten der Deutschen Bank raten laut Aktiencheck trotzdem zum Kauf der Telekom-Aktie. Grund dafür sind die starken Zahlen der Telekom-Tochter T-Mobile US. Die Investmentbank Equinet belässt die Einstufung für die Telekom-Aktie laut dpa-AFX auf „Neutral“. Im Mittelpunkt würden am Donnerstag die Umsätze des deutschen Mobilfunkbereichs stehen.

Berichtssaison auch bei den Nebenwerten in vollem Gang

Von den Konzernen aus der zweiten Reihe lassen sich in dieser Woche der Baukonzern Hochtief, die Stahlhändler Salzgitter, Klöckner und Rheinmetall, der auf Abfüllanlagen spezialisierte Industriekonzern Krones, der IT-Dienstleister GFT Technologies sowie der Hersteller von Gabelstaplern Kion in die Bücher schauen. Auch bei zwei Konzernen, die auf ARIVA.DE häufig gesucht werden, werden die neuesten Finanzberichte veröffentlicht: Zalando und Nordex wollen am Donnerstag über ihre Geschäfte informieren.

Die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex hatte Ende vergangener Woche in nur zwei Tagen etwa die Hälfte ihres Wertes verloren, nachdem das Unternehmen seine bisherige Umsatzprognose kassiert hatte. Zalando konnte im abgelaufenen Quartal dank eines guten Weihnachtsgeschäftes erstmals Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro umsetzen. Das operative Ergebnis für das Gesamtjahr soll nach bisherigen Zahlen etwa doppelt so hoch ausfallen wie 2015.  

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