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WDH/ROUNDUP: Wachstum bei Ethikbank verlangsamt - Ergebnis mehr als verdoppelt

Mann mit Smartphone und Tablet (Symbolbild).
Mann mit Smartphone und Tablet (Symbolbild). © metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

ERFURT/EISENBERG (dpa-AFX) - Das Wachstum der Ethikbank bei Konten und Kundeneinlagen hat sich voriges Jahr verlangsamt, doch gibt es weiterhin zweistellige Zuwachsraten. Zudem konnte die Öko-Direktbank ihren Vorsteuergewinn mehr als verdoppeln. Die Einlagen der Kunden seien 2012 um 12 Prozent auf gut 136 Millionen Euro gestiegen, erklärte Vorstandschef Klaus Euler am Dienstag in Erfurt. Die Zahl der Konten habe um fast ein Fünftel auf mehr als 18.300 zugelegt. Dabei zeichne sich ab, dass immer mehr Kunden die Ethikbank als ihre Hauptbank nutzten. Der Gewinn vor Steuern stieg laut Euler auf rund 706.000 Euro (2011: 277.000 Euro).

Nun will die Tochter der Volksbank Eisenberg das Kreditgeschäft forcieren und vor allem bei Baukrediten zulegen. Dazu würden momentan die Kriterien für den Öko-Baukredit überarbeitet, die noch in diesem Frühjahr umgesetzt werden sollen, erläuterte Euler. Bisher schließen den Angaben nach vergleichsweise wenig Bauherren Kredite online ab. Deswegen plant die Ethikbank, verstärkt telefonische und persönliche Beratung hierzu anzubieten. Außerdem finanziert sie etwa den Bau von Solaranlagen. Nach Worten Eulers hat sich das Kreditgeschäft zuletzt binnen Jahresfrist um 46 Prozent erhöht. Das Gesamtvolumen lag im Januar bei fast 8,5 Millionen Euro.

Die Ethikbank legt das Geld ihrer Kunden nach festen ethischen und ökologischen Kriterien an. So sind Unternehmen, die Waffen herstellen oder Atomkraftwerke betreiben, tabu. Die Kunden können die genauen Kriterien im Internet einsehen, ebenso wie die Projekte, für die Kredite ausgegeben wurden.

Über ein Ende des Kundenzuwachses machen sich die Eisenberger Bankiers noch keine Sorgen. Vorstand Sylke Schröder sieht in der anhaltenden Nachfrage nach ethischen Geldanlagen vielmehr einen gesellschaftlichen Trend. Sie verwies auf die Social-Banking-Studie von 2012, in der bis zu 16 Millionen Bundesbürger als potenzielle Kunden für solche Angebote genannt wurden./hum/DP/edh

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Quelle: dpa-AFX