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WDH/Devisen: Euro legt zu - Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Verschiedene Währungen.
Verschiedene Währungen. © alfexe / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © alfexe / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

(Tippfehler im zweiten Absatz beseitigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag von einer Dollar-Schwäche profitiert und ist zeitweise über die Marke von 1,16 US-Dollar gestiegen. Im Tagesverlauf kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf ein Tageshoch bei 1,1624 Dollar. Am Nachmittag wurde der Euro wieder etwas tiefer bei 1,1569 Dollar (Dollarkurs) gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1602 (Mittwoch: 1,1562) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8619 (0,8649) Euro.

Händler begründeten die Euro-Stärke mit einer breiten Schwäche des US-Dollar. Genannt wurde die freundliche Aktienmarktstimmung, die den Dollar als weltweite Reservewährung belastete. Am Nachmittag konnten US-Konjunkturdaten dem Dollar keinen Auftrieb verleihen, obwohl die Wirtschaftszahlen dafür sprechen, dass die US-Notenbank Fed den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik noch in diesem Jahr in Angriff nehmen wird.

Im September waren die Erzeugerpreise in den USA im Jahresvergleich so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebung 2010. Außerdem war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gefallen. Am Devisenmarkt wird aber bereits fest mit schnellen Maßnahmen der US-Notenbank gerechnet. Aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Zinssitzung der Fed geht hervor, dass die Notenbank noch in diesem Jahr mit der Reduzierung der Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft beginnen will.

Unter hohem Druck stand die türkische Lira, die ihre Talfahrt mit einem Rekordtief zum Dollar fortsetzte. Auslöser war, dass Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan über Nacht gleich drei Notenbanker entließ. Damit gebe es immer weniger Grund auf eine Wende in der türkischen Geldpolitik zu hoffen, kommentierte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Das sind unseres Erachtens keine guten Vorzeichen für die Lira", sagte Praefcke.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84618 (0,84898) britische Pfund, 131,65 (131,30) japanische Yen und 1,0686 (1,0722) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) wurde am Nachmittag in London mit 1798 Dollar gehandelt. Das waren rund fünf Dollar mehr als am Vortag./jkr/la/he

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Quelle: dpa-AFX