Ad hoc-Mitteilungen

Wall-Street-Rally ist beendet

Die Wall Street verabschiedete sich nach einer zweitägigen Rally mit Verlusten aus dem Handel. Dabei waren positive Signale vom US-Arbeitsmarkt keine schlechte Ausgangsposition.

Die Wall Street kämpft sich nach einer zweitägigen Rally weiter nach oben. Der Markt wartet nach den starken Kursveränderungen ab, sagte Adam Sarhan, Chef von Sarhan Capital in New York. Die Investoren hielten sich mit großen Engagements zurück. Es fehlten schlicht Impulse, fügte Kevin Caron von Stifel, Nicolaus & Co hinzu. Dabei kamen am Donnerstag positive Signale vom Arbeitsmarkt und zur Entwicklung der US-Konjunktur. Doch diese lägen im Trend und seien keine Überraschung, so dass sie bereits einkalkuliert seien, erklärte Caron. Immerhin konnte Fed-Chef Ben Bernanke die Märkte weiter mit seinem Bekenntnis zur lockeren Geldpolitik erfreuen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent leichter auf einem Stand von 14.054 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,1 Prozent auf 1514 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 3160 Punkte nach.

Kritisch beäugten auch die US-Anleger die schwierige Regierungsbildung im Euro-Schuldenland Italien, auch wenn Präsident Giorgio Napolitano bei einem Besuch in Berlin Zuversicht verbreitete. Zudem hatten die Investoren die drohenden US-Haushaltskürzungen fest im Blick, die sie bei Kaufentscheidungen zögerlicher werden ließen. Immerhin warnte der IWF bereits, er müsse im Fall der automatischen Streichungen Wachstumsprognosen nicht nur für die USA auf den Prüfstand stellen. Sollte die Politik in Washington nämlich zu keinem Etat-Kompromiss finden, werden schon am Freitag automatisch Ausgabenposten in Milliardenhöhe dem Rotstift zum Opfer fallen - und dies in einer Zeit, in der sich die US-Wirtschaft wieder zu berappeln scheint.

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Quelle: Handelsblatt