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Verstaatlichung von Argentinien-Tochter lässt Repsol-Gewinn schrumpfen

Straßenzug von Buenos Aires, im Hintergrund der Obelisk.
Straßenzug von Buenos Aires, im Hintergrund der Obelisk. pixabay.com pixabay.com

MADRID (dpa-AFX) - Die Teilverstaatlichung seiner argentinischen Tochter YPF hat beim spanischen Ölkonzern Repsol 2012 auf den Gewinn gedrückt. Unter dem Strich standen mit 2,1 Milliarden Euro gut 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Rechnet man die Tochter YPF heraus, deren Mehrheit Argentiniens Regierung im Frühjahr 2012 wegen angeblich zu geringer Investitionen in die lokale Ölproduktion und -Erforschung enteignet hatte, wäre der Gewinn um 14 Prozent gestiegen.

Profitieren konnte Repsol dagegen von der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung in Libyen, die die Öl-Produktion nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi wieder in Schwung brachte. In Bolivien, den USA und Spanien gingen außerdem neue Projekte an den Start. Weltweit legte die Fördermenge von Öl (Rohöl) und Gas dadurch um 11 Prozent auf durchschnittlich 332.400 Barrel pro Tag zu.

Auch der im Vergleich zum Euro starke Dollar (Dollarkurs) half dabei, den operativen Gewinn der Fördersparte um mehr als 56 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu steigern. Er trug über die Hälfte zum operativen Konzernergebnis von 4,3 Milliarden Euro bei. Damit scheint Repsol nach dem schmerzhaften Verlust seiner Argentinien-Tochter auf einem guten Weg, sein operatives Geschäft voranzutreiben.

Seine Verkaufsziele konnte der Konzern durch die jüngste Veräußerung seines Flüssiggas-Geschäfts für 4,4 Milliarden US-Dollar an den britischen Konkurrenten Shell (Royal Dutch Shell A Aktie) bereits früher als geplant erreichen. Erst am Dienstag hatte der Konzern die Transaktion als perfekt gemeldet. Ursprünglich wollten sich die Spanier mit dem Verkauf von Werten zwischen 4 Milliarden und 4,5 Milliarden Euro bis 2016 Zeit lassen. Da Shell auch 2,3 Milliarden Dollar an finanziellen Verpflichtungen und Schulden übernahm, liegt der Gesamtwert der Transaktion bei 6,7 Milliarden Dollar. Die Nettoschulden konnte Repsol - ohne Berücksichtigung von Gas Natural Fenosa - um rund die Hälfte auf 2,2 Milliarden Euro senken. Als Dividende schlug Repsol 0,50 Euro je Aktie vor./mmb/ep/kja

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Quelle: dpa-AFX