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Vattenfall: Kooperation mit Land bei Stromnetz denkbar

Stromleitung über einem Rapsfeld (Symbolbild).
Stromleitung über einem Rapsfeld (Symbolbild). pixabay.com pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall kann sich beim Betrieb des Berliner Stromnetzes ab 2015 auch eine Kooperation mit dem Land vorstellen. Priorität bleibe aber die Bewerbung als alleiniger Konzessionsinhaber, sagte der Geschäftsführer der Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin, Helmar Rendez, am Dienstag. Ob auch eine Minderheitsbeteiligung denkbar sei, wollte er allerdings nicht sagen. Für die alleinige Konzession bewerben sich außerdem das Landesunternehmen Berlin Energie und der niederländische Energiekonzern Alliander.

Vattenfall erwartet in den kommenden Wochen den zweiten Verfahrensbrief des rot-schwarzen Senats, in dem Kriterien für eine Bewerbung bekanntgegeben werden. Wichtige Merkmale könnten nach Einschätzung von Rendez neben einem sicheren Netzbetrieb und stabilen Entgelten auch Investitionen sein. Vattenfall will in den kommenden zehn Jahren 1,4 Milliarden Euro in das Berliner Netz stecken.

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) versprach, die Gründung des von Senat und Abgeordnetenhaus beschlossenen Stadtwerks zügig voranzutreiben. Sie werde den Vorstand der Wasserbetriebe am 27. November beauftragen, alle nötigen Schritte einzuleiten. Als erstes würden Wirtschafts- und Zeitplan erstellt. Solange diese nicht stünden, werde sie Forderungen nach mehr Geld für das Stadtwerk nicht bewerten, sagte Yzer. Das Stadtwerk solle "klein beginnen, mit der Perspektive des Wachstums".

Zu Spekulationen, Yzer werde die Zuständigkeit für das Stadtwerk an Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) abtreten, äußerte sich die CDU-Senatorin nur indirekt. Verantwortlich bleibe die Senatsverwaltung für Wirtschaft, das sage aber nichts über die Besetzung von Aufsichtsräten aus. "Darüber wird der Senat entscheiden. Aber Herr Nußbaum und ich sind uns über die Zukunft einig", sagte sie./tam/DP/kja

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Quelle: dpa-AFX