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Unsichere Peugeot-Zukunft: Verhandlungen um China-Einstieg gehen weiter

Peugeot und Citroën gehören zur Groupe PSA.
Peugeot und Citroën gehören zur Groupe PSA. © BalkansCat / iStock Editorial / Getty Images Plus © BalkansCat / iStock Editorial / Getty Images Plus

PARIS (dpa-AFX) - Die Hängepartie um die Zukunft des angeschlagenen Autobauers PSA Peugeot (Peugeot Aktie) Citroen zieht sich weiter in die Länge. Wie die französische Zeitung "Les Echos" im Internet unter Berufung auf anonyme Quellen schreibt, hat die einflussreiche Familie Peugeot zwar grünes Licht für weitere Verhandlungen über einen Einstieg des chinesischen Partner Dongfeng gegeben. Während die industriellen Details weitgehend geklärt seien, hake es aber noch beim Geld. Eine endgültige Einigung sei noch nicht in Sicht, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite. Mit dem Autobauer betreibt Peugeot in China über ein Joint Venture drei Fabriken.

Eine kräftige Kapitalerhöhung von bis zu drei Milliarden Euro gepaart mit einem Einstieg des zweitgrößten chinesischen Herstellers gilt als eine Möglichkeit, wie der Konzern an dringend benötigtes Kapital kommen könnte. Auch der französische Staat könnte sich in diesem Zuge beteiligen. Dabei würde die Familie Peugeot, die derzeit 38 Prozent der Stimmrechte hält, aber deutlich an Einfluss verlieren. Europas zweitgrößter Autobau hinter Volkswagen (VW Aktie) ist von der Krise auf dem Heimatkontinent hart getroffen worden und steckt tief in den roten Zahlen. 2012 verbrannte der Konzern drei Milliarden Euro, in diesem Jahr soll es noch halb so viel sein. Dazu macht Peugeot ein Werk bei Paris dicht und streicht 11 200 Stellen.

Neben dem Einstieg von Dongfeng gelten auch zwei Verkaufsszenarien als Option: So könnte Peugeot nach unbestätigten Meldungen die Hälfte seiner Autobank an die spanische Bank Santander verkaufen. Als möglicher Preis wurden zuletzt 1,5 Milliarden Euro genannt. Außerdem gibt es Berichte über einen Teilverkauf des profitablen Zulieferers Faurecia, an dem Peugeot 57 Prozent hält. Dieser Schritt könnte allerdings das Rating der Franzosen weiter belasten, um das es ohnehin nicht zum Besten steht./mmb/fn/fbr

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Quelle: dpa-AFX