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Umsatz gestiegen, aber Gewinn gesunken: GFT-Aktie stürzt zwischenzeitlich um zwölf Prozent ab

GFT erzielte für das vergangene Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 13 Prozent. Allerdings verdiente der Konzern zuletzt deutlich weniger als 2015. Auch der Ausblick überzeugt an der Börse nicht: Viele Anleger verkaufen heute die Aktie.
GFT ist heute das Schlusslicht im TecDAX
GFT ist heute das Schlusslicht im TecDAX - © peshkov istock.com

Das Stuttgarter Technologieunternehmen GFT Technologies gab für sein im Dezember abgelaufenes Geschäftsjahr 2016 ein zweistelliges Umsatzwachstum bekannt. Beim Absatz hat der Konzern ein Plus von 13 Prozent in den Büchern stehen, was rund 422,56 Millionen Euro entspricht. Damit liegt GFT knapp über seiner im August 2016 angehobenen Jahresprognose von 420 Millionen Euro. Trotz des gestiegenen Umsatzes verdiente der Konzern aufgrund negativer Wechselkurseffekte weniger: Der Jahresüberschuss von GFT beläuft sich auf 26,55 Millionen Euro und liegt damit neun Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Beim Periodenüberschuss für das vierte Quartal liegt der Wert mit 11,11 Millionen Euro sogar 45 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Vor allem im Geschäftsbereich Americas & UK verlangsamte sich das Wachstum, gab der Konzern bekannt. Grund dafür sei eine verringerte Investitionsbereitschaft von Investmentbanken. Im Segment Continental Europe stieg der Umsatz im vergangenen Jahr hingegen um 23 Prozent auf 200,52 Millionen Euro, in Spanien belief sich das Umsatzwachstum sogar auf 61 Prozent. Wachstumstreiber sei eine hohe Nachfrage nach Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Bereich Retail Banking gewesen.

Ausblick enttäuscht Aktionäre

Für das Geschäftsjahr 2017 geht GFT von einer positiven Entwicklung aus. Der Verwaltungsrat hatte gestern für den Konzernumsatz eine Jahresprognose von 450 Millionen Euro bekanntgegeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) prognostiziert GFT auf 48,5 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 35 Millionen Euro. Die erwarteten Zahlen liegen damit unter den Markterwartungen. Langfristig rechnet GFT jedoch mit einer Fortsetzung des Trends zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Bis zum Jahr 2020 erwartet der Konzern daher eine Umsatzsteigerung auf 800 Millionen Euro.

GFT am Donnerstag zunächst Schlusslicht im TecDAX

Die GFT-Aktie verlor bis zum Mittag zwischenzeitlich rund 12 Prozent und notiert zur Stunde am Ende des TecDAX mit 18,70 Euro pro Papier. Im vergangenen Jahr büßte die GFT-Aktie sogar mehr als 23 Prozent ein. Auf längere Sicht hat sich die Investition für Aktionäre dennoch gelohnt. Zwischen Januar 2009 und Januar 2016 legte das Wertpapier rund 2.400 Prozent zu.

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