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Trump und der Softbank-Deal: Kommt nun die Neuauflage von Sprint und T-Mobile US?

Softbank kündigt milliardenschwere Investitionen und neue Arbeitsplätze in den USA an. Donald Trump feiert sich dafür. Nun spekulieren Anleger über einen neuen Fusions-Anlauf von Sprint und T-Mobile US.
T-Mobile-Shop in Berlin.
T-Mobile-Shop in Berlin. - © istockphoto.com / Robert Herhold

Der japanische Telekommmunikations- und Technologiekonzern Softbank plant in den nächsten Jahren Investitionen über 50 Milliarden Dollar in den USA. Dabei sollen auch rund 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, wie Softbank-Chef Masayoshi Son am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump in New York mitteilte. Das Unternehmen kommentierte die Ankündigung nicht weiter, verwies jedoch auf einen Ausschnitt des Auftritts bei dem US-Fernsehsender Fox10 Phoenix. Die Ankündigung sorgte für ordentlich Wirbel am Aktienmarkt. Spekulationen über eine Neuauflage der Fusion von Softbanks US-Mobilfunksparte Sprint und der Telekom-Tochter T-Mobile US machten die Runde.

Neue Chance für Fusionspläne

Derweil verbuchte Trump die Ankündigung von Masayoshi als persönlichen Erfolg. Nur wenig später twitterte der designierte US-Präsident, dass der Softbank-Chef die Investitionsentscheidung nie getroffen hätte, hätte Trump nicht die US-Wahl gewonnen. Die genauen Inhalte des Deals blieben hingegen unklar. Erst im Oktober hatte Softbank angekündigt, gemeinsam mit einem Staatsfonds von Saudi-Arabien sowie anderen Anlegern einen 100 Milliarden Dollar schweren Fonds für weltweite Investitionen in Technologie-Unternehmen aufzulegen. Aus diesem Fonds sollen in den kommenden fünf Jahren mindestens 25 Milliarden Dollar investiert werden, teilte das Unternehmen noch im Oktober mit. Die Frage, ob das Geld für die angekündigten Investitionen in den USA Teil des geplanten Fonds sein wird, blieb jedoch offen.

Die Ankündigung von Masayoshi brachte die Gerüchteküche zum Brodeln. Börsianer spekulieren nun, dass Softbank möglicherweise einen neuen Anlauf starten könnte seine Mobilfunksparte Sprint mit der Telekom-Tochter T-Mobile US zusammenzulegen. Das US-Mobilfunkgeschäft der deutschen Telekom ist zuletzt kräftig gewachsen und inzwischen die größte Sparte des Dax-Unternehmens. Zuletzt wagte Softbank 2014 den Versuch einer Fusion von Sprint und T-Mobile US, um näher an die US-Marktführer AT&T und Verizon heranzukommen. Die Fusion scheiterte damals allerdings an den US-Wettbewerbsbehörden. Das könnte sich unter Trump ändern und damit die Weichen für einen neuen Versuch gestellt werden.

Wirbel am Aktienmarkt

Die Ankündigung milliardenschwerer Investitionen sorgte an der Börse vor allem für Fusionsfantasien. Für die Aktien von Softbank, Sprint und T-Mobile US ging es deutlich nach oben. Zuletzt verzeichnete die Softbank-Aktie ein kräftiges Plus von 5,79 Prozent. Die Sprint-Aktie verteuerte sich um 0,57 Prozent und T-Mobile US legte um 2,29 Prozent deutlich zu. Auch für die im Dax notierte Aktie der Telekom ging es am Mittwoch zuletzt um 1,46 Prozent aufwärts.

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