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Top-Notenbanker Nowotny bestreitet 'Nord-Süd-Gefälle' im EZB-Rat

Die EZB in Frankfurt (Symbolbild).
Die EZB in Frankfurt (Symbolbild). © instamatics / E+ / Getty Images © instamatics / E+ / Getty Images

WIEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der österreichische Notenbankchef und EZB-Rat Ewald Nowotny sieht keine fundamentalen Konflikte zwischen Europas Währungshütern. "Es gibt kein Nord-Süd-Gefälle", sagte Nowotny am Dienstag in Wien. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag überraschend den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt hatte, kursieren Meldungen über eine Spaltung innerhalb der Notenbank.

Mehrere Finanznachrichtendienste sowie "Financial Times" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatten berichtet, dass etwa ein Viertel des EZB-Rats gegen die Zinssenkung votiert hätte. Die beiden deutschen Vertreter, Bundesbankchef Jens Weidmann und Jörg Asmussen, sollen darunter gewesen sein.

Der Österreicher Nowotny bestätigte Unstimmigkeiten. Im wesentlichen wiederholte er allerdings nur, was bereits EZB-Präsident Mario Draghi nach dem Zinsentscheid erklärt hatte: Uneinigkeit habe es nicht "in der Sache, sondern beim Zeitpunkt" des Zinsschritts gegeben.

Nowotny bekräftigte, die Zinssenkung sei als Konsequenz des jüngsten Preisverfalls im Euroraum notwendig gewesen, um das Geldwertstabilitätsmandat der EZB zu verteidigen. Die Notenbank peilt eine jährliche Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Zuletzt war sie mit 0,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gesunken./hbr/jsl

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Quelle: dpa-AFX