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Telefonica zahlt trotz Gewinneinbruch wieder Dividende

In diesem Jahr soll der Schuldenberg auf 47 Milliarden Euro schrumpfen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg für Telefonica (Telefonica Aktie). Denn insbesondere die ausländischen Töchter sorgen für einen Gewinneinbruch.

Hohe Abschreibungen auf Geschäfte in den Euro-Krisenstaaten Italien und Irland haben der spanischen O2-Mutter Telefonica einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss fiel im vergangenen Jahr überraschend kräftig um 27 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie Europas größter Telekommunikationskonzern nach Umsatz am Donnerstag mitteilte. Vor allem Wertberichtigungen über 2,5 Milliarden Euro auf Beteiligungen an Telecom Italia und Telefonica Ireland belasteten das Ergebnis. Auch beim Abbau der Verbindlichkeiten kam der hoch verschuldete Rivale der Deutschen Telekom nicht wie erhofft voran.

In diesem Jahr will Telefonica den Schuldenberg auf unter 47 Milliarden Euro abtragen. Wir werden den Umbau-Prozess vorantreiben, kündigte Vorstandschef Cesar Alierta an. Zuletzt hatte der einstige Staatsmonopolist in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe von Geschäftsteilen verkauft. Die deutsche Tochter brachte er deswegen kürzlich an die Frankfurter Börse. Weitere Börsengänge erwägt der Konzern in den wirtschaftlich schnell wachsenden Ländern Lateinamerikas, wo er in den vergangenen Jahren stark zugelegt hatte.

Demzufolge machte dem Unternehmen auch die staatlich betriebene Abwertung der venezolanischen Währung zu schaffen. Die Regierung in Caracas hatte Anfang Februar den Bolivar kräftig abgewertet, um ihre Finanzen zu sanieren. Dieser Wechselkurs-Effekt schmälert die in dem Land erwirtschafteten Gewinne ausländischer Firmen. Telefonica bekräftigte allerdings, in diesem Jahr die Dividendenzahlung wieder aufzunehmen. Die Anleger freute dies: Die Aktie legte 1,5 Prozent zu. 2012 hatte der Konzern erstmals seit dem spanischen Bürgerkrieg in den 1930 Jahren auf eine Ausschüttung an die Aktionäre verzichtet.

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Quelle: Handelsblatt