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TecDAX | Komplett: Wirecard's Abstieg vom 18.06.2020, 10:43 Uhr bis heute, den 04.07.2020 - Traurig, unglaublich und ...

Die Kursentwicklung Wirecard's war ein fortlaufendes Testen neuer Tiefs.Nach einer morgendlichen kräftigen Erholung fast bis 20,00 EUR ging es dann wieder kräftig abwärts, rund 28% weniger mit einem Schlussstand auf XETRA von 12,30 EUR  Wird es einen Boden geben oder geht es weiter Richtung 0,00 EUR? Alle weiteren Entwicklungen oder Varianten eines möglichen Fortbestehens Wirecard's standen weiterhin unter dem Vorbehalt der anstehenden Bankentscheidung. Würden die finanzierenden Banken Wirecard eine weitere Kreditlinie einräumen respektive die bestehende prolongieren, auf die mögliche außerordentliche Kündigung verzichten und gleichzeitig so den verunsicherten und auf dem Sprung stehenden Paymentkunden ein Signal zusenden? GRAB, der asiatische Fahrdienst, einer der neuen Big Kunden, stellte erstmal die Umstellung und Anpassung auf Wirecards Paymentsystem ein - war's wohl mit diesem Potentialkunden bevor es überhaupt losgehen konnte. Verständlich: Wer stellt auf ein System um, das möglicherweise bald einer insolventen Gesellschaft gehört.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel (Google)}

Man konnte mittlerweile davon ausgehen, dass die von der FT und anderen Presseorganen öfters zitierten "Exellisten" und internen Unterlagen Wirecards wohl reale Daten enthielten, die "irgendjemand" Internes zugespielt hatte. Schade das die Person sich nicht den Schub gegeben hat, die verdächtigen Vorgänge anzuzeigen und so möglicherweise "den Ball schneller ins Rollen" gebracht hätte. Wieviele wussten von den Luftbuchungen? Man kann wohl davon ausgehen der Ex-CEO Markus Braun und der für das Drittpartnergeschäft zuständige COO Marsalek; der "Drittpartner" Al Alam (ob wirklich eine "unabhängige" Firma oder doch von den Initiatoren kontrolliert, wird man wohl nie erfahren) muss involviert gewesen sein. In Singapur muss es Mitwisser geben, in der Zentrale sehr wahrscheinlich auch. Es sollen ja ab 2019 die Drittpartnergeschäfte "innerhalb des Wirecard-Kosmos abgerechnet und dokumentiert worden sein" - also auch hier Beteiligte. Natürlich die Treuhänder, die ja angeblich die Gelder verwalteten und auf ihren Konten als Collateral hielten - sowohl der ausgeschiedene Treuänder, als auch der in 2019 neu mandatierte. Es war die Rede von gefälschten Bankschreiben und "einzelnen Bankmitarbeitern", die falsche Bestätigungen gemacht hätten.

Hätte man den Zatarra-Report ernster nehmen sollen? Das Problem war: Er enthielt eine Vielzahl von Vorwürfen, die größtenteils unbelegt und wie aus einem "Gemischtwarenladen" zusammengestellt erschienen. Ein Treffer im Umfeld von zu vielen offensichtlich falschen Anschuldigungen, wurde nicht für möglich gehalten oder auch nur ernstgenommen.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel (Google)}

Wie riskant und im Endeffekt ab einer gewissen Größenordnung auch schädlich für die gesamte Kursentwicklung einer Aktie das Beleihen von Aktien zum Kauf neuer Aktien ist, zeigte Markus Braun. Donnerstag und Freitag wurde der Abgabedruck der Wirecard Aktie, sowieso schon extremst wurde durch Zwangsverkäufe der Braun finanzierenden Banken im Volumen von insgesamt 155 Mio. EUR zu Kursen zwischen 21,88 EUR und 43,96 EUR. Abermillionen Aktien die den Verfall kräftig beschleunigt haben. So rächt es sich Aktien als Collateral für neue Aktien zu hinterlegen. Nur eine Randnotiz im Wirecard-Krimi. Jedenfalls sind die 155 mio. EUR nicht Braun zu Gute gekommen, sondern der darlehensgebenden Bank. Mittlerweile wurden weitere Wirecard Aktien Brauns verkauft, so war sein Aktienbestand nun unter 3% gefallen von knapp über 8% noch am Donnerstag, dem 18.06. um 10:42 Uhr, als Alles noch gut schien. (Kursrange 24.06.2020, E: 19,40 EUR H: 19,80 EUR, T: 11,41 EUR, S: 12,30 EUR )

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