Studie: Geld-Anlageroboter breiten sich in Deutschland aus

Euro-Banknoten (Symbolbild).
Euro-Banknoten (Symbolbild). © MarioGuti / iStock / Getty Images Plus / Getyy Images © MarioGuti / iStock / Getty Images Plus / Getyy Images www.gettyimages.de

Bei Anlage-Robotern geben Sparer zunächst an, welche Anlagezeiträume und welche Risikoneigung sie haben. Danach wird das Geld über Fonds und mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien weltweit investiert. Manche Anbieter passen das Portfolio automatisch an, wenn Börsenrisiken wachsen oder Sparziele verletzt werden könnten. Die Firmen verlangen meist Gebühren von unter einem Prozent.

Mit 3,8 Milliarden Euro Kundengeldern stünden die rund 25 Anbieter hierzulande für 27 Prozent des Marktes in Europa. Indes verteile sich das betreute Vermögen auf wenige Anbieter. Als Marktführer gilt Scalable Capital aus München, der allein mehr als eine Milliarde Euro verwaltet. Zu den größeren Adressen zählen auch cominvest von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) -Tochter Comdirect, Quirion von der Privatbank Quirin und Liqid aus der Vermögensverwaltung der Milliardärsfamilie Quandt.

Mit im Schnitt vier Prozent Rendite 2017 und Verlusten von mehr als fünf Prozent im schwierigen Börsenjahr 2018 hätten Geldanlageroboter solide abgeschnitten, so die Studie. Damit lägen sie vor vergleichbaren aktiv gemanagten Fonds. Jedoch seien die deutschen Geldanlageroboter mit Gebühren von rund einem Prozent deutlich teurer als jene im Vorreiterland USA, wo nur 0,3 Prozent fällig würden./als/DP/jha

Quelle: dpa-AFX