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Stada: Gelingt die Übernahme doch noch?

Kommt es doch noch zu einer erfolgreichen Übernahme von Stada? Die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven geben nicht auf.
Die Übernahme von Stada ist noch nicht vom Tisch. (Symbolfoto)
Die Übernahme von Stada ist noch nicht vom Tisch. (Symbolfoto) - © istock.com / Totojang

Der Übernahmekampf um den Pharmakonzern Stada geht nach einem gescheiterten, ersten Versuch doch noch weiter. Die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven wagen nur wenige Tage nach dem Scheitern ihrer ersten Offerte einen weiteren Anlauf, wie Stada am Montag in Bad Vilbel mitteilte. Das Investorenduo erwäge demnach bei der Finanzaufsicht einen Antrag auf Befreiung der einjährigen Sperrfrist zur Abgabe eines neuen Angebots zu stellen. Anleger nahmen diese Nachricht am Dienstag gut auf.

Investorenduo wagt zweiten Anlauf

Der Arzneimittelhersteller prüfe nach eigenen Angaben zunächst, ob die Finanzaufsicht einem solchen Antrag zustimmen würde, dann wolle man die Öffentlichkeit weiter informieren. Nach dem Gesetz könnten die beiden Finanzinvestoren erst nach Ablauf eines Jahres wieder ein neues Angebot vorlegen. Sollte Stada allerdings auch für ein neues Angebot stimmen und die Finanzaufsicht dieses unterstützen, ist auch schon früher ein neuer Übernahmeversuch möglich. Wie die „Financial Times“ bereits am Montag berichtete, könnte ein neues Angebot bereits im Laufe dieser Woche vorgelegt werden. Eine Zustimmung seitens Stada und der Finanzaufsicht sei dann innerhalb von 48 Stunden möglich. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf informierte Kreise weiter, dass der Preis je Aktie bei 66 Euro bleiben solle, die Mindestannahmeschwelle allerdings auf 65 Prozent oder darunter gesenkt werden könnte. Außerdem sei auch eine verkürzte Andienungsfrist möglich.

Erst vor wenigen Tagen scheiterten Bain Capital und Cinven mit einem ersten Übernahmeversuch. Dabei umfasste ihr Angebot über 66 Euro je Aktie. Die Finanzinvestoren verfehlten allerdings die erforderliche Annahmequote von 67,5 Prozent nur knapp um 2 Prozentpunkte. Bis zuletzt hatte Stada selbst aktiv für eine Übernahme geworben. Dem Bericht der „Financial Times“ zufolge seien vor allem Hedgefonds, die ihre Aktien nicht angedient hatten, am Ende das Zünglein an der Waage gewesen. Offenbar hatten sie nach einem erfolgreichen Geschäft mit einem höheren Abfindungsangebot für verbliebene Minderheitsaktionäre gerechnet. Bain Capital und Cinven stehen dem Medienbericht zufolge in Kontakt mit den entsprechenden Fonds.

Börse: Gute Stimmung bei Anlegern

Die gescheiterte Übernahme sorgte in der vergangenen Woche nur kurz für einen Kurseinbruch der Stada-Aktie, von dem sie allerdings schnell wieder erholen konnte. Die Nachricht, dass zeitnah einer neuer Übernahmeanlauf anstehen könnte, sorgte am Dienstag offenbar für gute Laune bei Anlegern. Die Aktie legte deutlich zu und notierte zuletzt mit 2,29 Prozent im Plus bei 63,93 Euro je Aktie. Damit war sie zuletzt auch Spitzenreiter im MDax.

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hob seine Einstufung der Aktie laut Nachrichtenagentur dpa von „Reduce“ auf „Hold“ bei einem Kursziel von 66 Euro nach zuvor 58 Euro. Das Analysehaus Independent Research hob seine Einstufung der Aktie von "Verkaufen" auf "Halten" und hob das Kursziel 50 auf 66 Euro an.

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