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Spanien: Corona-Risiko nicht nur an Inzidenz messen

Die Flagge Spaniens.
Die Flagge Spaniens. pixabay.com pixabay.com

MADRID (dpa-AFX) - Nach der Einstufung zum Hochinzidenzgebiet durch Deutschland hat Spanien betont, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht mehr das Maß aller Dinge sein könne. Für die Einschätzung des Corona-Risikos müssten auch andere Größen wie die Lage in den Krankenhäusern und der Stand der Impfkampagne berücksichtigt werden, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Madrid. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Es handele sich um die souveräne Entscheidung eines anderen Landes, die man nicht kommentieren wolle, hieß es.

Die Bundesregierung hat Spanien als beliebtestes Urlaubsland wegen hoher Infektionszahlen während der vergangene Wochen ab Dienstag zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Damit müssen Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne, aus der man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann.

Seit Ende Juni sind die Corona-Zahlen praktisch überall in Spanien rapide in die Höhe geschossen. Das Land hat mit die schlechtesten Werte in ganz Europa. Binnen eines Monats wurden rund 475 000 Neuinfektionen gezählt, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 42 im Juni auf jetzt 333, weit über der Marke von 200, ab der Deutschland ein Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Auf Mallorca lag der Wert zuletzt sogar bei 365.

Der Tourismus ist für Spanien enorm wichtig. In normalen Zeiten trägt die Branche mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, auf den Balearen sowie auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die Branche sichert Hunderttausende Arbeitsplätze./ro/DP/stw

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Quelle: dpa-AFX