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Siemenschef Löscher warnt vor Kürzung im EU-Forschungsbudget

Die EU-Flagge.
Die EU-Flagge. pixabay.com pixabay.com

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Siemenschef Peter Löscher und führende europäische Wissenschaftler warnen vor Einschnitten im EU-Forschungsbudget. Sollten Europas Staats- und Regierungschefs hier den Rotstift ansetzen, ginge dies zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit, teilten der Europäische Forschungsrat und der Runde Tisch europäischer Industrieller (ERT) in Brüssel mit. Löscher leitet beim ERT die Arbeitsgruppe für Wettbewerbsfähigkeit. Schon jetzt investierten die USA, Japan oder Südkorea deutlich mehr Geld in ihre Forschung als die EU. "Das ist ein klares Warnsignal, dass Europa sein Forschungs- und Entwicklungsbudget nicht kürzen sollte."

Die EU-Kommission plant für ihr siebenjähriges Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 80 Milliarden Euro ein. Diesen Betrag dürften die Mitgliedsstaaten nicht kürzen, so die Unterzeichner des Appells - unter ihnen auch Forschungsrat-Präsidentin Helga Nowotny und Medizin-Nobelpreisträger Tim Hunt. "Wir bitten die Spitzen Europas eindringlich darum, beim kommenden Gipfel Europas Aussichten auf Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln, indem Horizon 2020 voll finanziert wird." Wenn Europa ein attraktiver Ort für Forschungsinvestitionen und Unternehmertum sein wolle, dann müsse sich dies auch im EU-Budget widerspiegeln.

Europas Staats- und Regierungschefs wollen am 7. und 8. Februar über den Siebenjahreshaushalt der EU entscheiden. Nettozahler wie Deutschland und Großbritannien pochen auf deutliche Einsparungen. Während osteuropäische Staaten die Strukturmittel schonen wollen, ist insbesondere Frankreich gegen Reduzierungen im Agrarbudget. Daher sind Einschnitte bei Horizon 2020 durchaus ein Thema in Brüssel./wdw/DP/kja

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Quelle: dpa-AFX