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Schweres Grubenunglück in Russland: Tote Bergleuten werden geborgen

Die russische Flagge.
Die russische Flagge. pixabay.com pixabay.com

KEMEROWO (dpa-AFX) - Nach dem schwersten Grubenunglück in Russland seit Jahren mit 52 Toten wollen die Rettungskräfte die Suche nach den verunglückten Bergleuten fortsetzen. Die Arbeiten waren am Donnerstag nur wenige Stunden nach dem Unglück wegen Explosionsgefahr unterbrochen worden. Rettungskräfte und lokale Behörden erklärten nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen, dass niemand überlebt habe. Das Schicksal von 35 Bergleuten war über Stunden unklar. Hoffnungen, Überlebende zu finden, waren gering. Die Leichen sollen nun aus der Grube geborgen werden.

In dem Bergwerk im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache eine Explosion ereignet. Kurz darauf hatten die Behörden zunächst elf Todesopfer bestätigt. Im Laufe des Tages brach der Kontakt zu einem Such-Team unter Tage ab. Den Angaben zufolge starben bei dem Unglück auch sechs Rettungskräfte. Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Die Behörden werden sich auf die Frage konzentrieren, wie es zu der Explosion kam. Laut Ermittlungskomitee wurden der Bergwerksdirektor, sein Stellvertreter und ein Abteilungsleiter festgenommen. Sie müssten sich wegen Verletzung von Arbeitsvorschriften verantworten. Gegen sie soll nun Anklage erhoben werden.

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Quelle: dpa-AFX