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Schweiz offen für neue Verhandlungen über Steuerabkommen

Das schweizerische Bern in der Dämmerung. (Symbolfoto)
Das schweizerische Bern in der Dämmerung. (Symbolfoto) pixabay.com pixabay.com

BERN (dpa-AFX) - Die Schweiz ist nach den Worten ihres Bundespräsidenten offen für eine Neuverhandlung des auf Eis liegenden Steuerabkommens mit Deutschland. Dazu sollten zunächst "vertrauliche Verhandlungen am Runden Tisch" stattfinden, sagte Ueli Maurer dem Südwestrundfunk (SWR). "Wenn Forderungen immer wieder öffentlich gestellt werden, begibt sich jede Partei in den Schützengraben und kommt nicht mehr heraus", erklärte er in dem Interview, das am Samstagabend ausgestrahlt werden soll. In Berlin hat die SPD in den Koalitionsgesprächen mit der Union Bereitschaft zu einer Neuverhandlung des Abkommens signalisiert.

Der Schweizer Präsident hofft, dass sich unter der neuen Bundesregierung das deutsch-schweizerische Verhältnis "beruhigt und normalisiert". In Bern war Deutschlands Absage an das 2012 unterzeichnete und von der Schweiz ratifizierte Abkommen auf Unverständnis gestoßen. Gescheitert war es am rot-grünen Widerstand im Bundesrat.

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin sagte Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans für die SPD-Seite dem Internetportal "Spiegel Online": "Wir wollen den automatischen Informationsaustausch. Auf dem Weg dahin können bilaterale Abkommen Sinn machen." Walter-Borjans gehört der Koalitions-Verhandlungsgruppe zum Thema Finanzen an.

Kern des geplanten Abkommens war eine pauschale und anonyme Nachversteuerung von Schwarzgeld deutscher Bankkunden in der Schweiz./ll/bur/DP/jkr

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Quelle: dpa-AFX