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RWE-Aktie schießt nach Übernahmegerüchten an DAX-Spitze – positiver Ausblick für 2017

Nach einem Rekord-Verlustjahr blickt RWE optimistisch in die Zukunft. Neben der heutigen Bilanzvorlage sorgen Übernahmegerüchte für deutliche Kursgewinne beim Essener Energieriesen.
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RWE sieht sich als "Eckpfeiler der Energiewende". - © istock.com / kojihirano

Wie der Nachrichtensender Bloomberg am Montagabend berichtete, soll der französische Energiekonzern Engie an einer Übernahme der RWE-Ökostrom-Tochter Innogy interessiert sein. Strategische Überlegungen seitens Engie zielten laut Bloomberg auf einen Ausbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien – der Innogy-Zukauf würde daher ins Konzept von Engie passen. RWE verwies angesichts der Spekulationen auf einen Aufsichtsrat-Beschluss von 2015, demzufolge man Innogy-Anteile grundsätzlich verkaufen, aber Mehrheitseigner des Unternehmens bleiben wolle. Aktuell hält RWE 77 Prozent an Innogy. Infolge der Übernahme-Gerüchte zogen die Aktien von RWE und Innogy deutlich an. Die im MDAX gelistete Innogy-Aktie liegt zur Stunde mit mehr als fünf Prozent im Plus; die RWE-Aktie verzeichnet einen massiven Kursanstieg von derzeit rund acht Prozent und verteuert sich auf 14,82 Euro.

RWE blickt optimistisch in die Zukunft

Neben den Übernahmegerüchten sorgt auch die heutige Bilanzvorlage des Essener Energieriesen für gute Stimmung bei den Anlegern: Nach dem Rekord-Verlustjahr 2016 blickt RWE optimistisch auf das laufende Jahr. Man habe seine „Hausaufgaben gemacht“, sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz bei der Vorstellung der Bilanz in Essen. Für die Zukunft gehe es laut Schmitz nun darum, „auf dieser soliden Grundlage RWE weiterzuentwickeln.“ Im vergangenen Jahr verzeichnete der Konzern einen Verlust von rund 5,7 Milliarden Euro. Grund dafür war neben sinkenden Strompreisen der teure Atom-Deal mit der Bundesregierung.  Die „erfolgreiche Neuaufstellung“ des Konzerns soll laut Schmitz auch den Anlegern zugutekommen: Nachdem diese zwei Jahre lang leer ausgegangen waren, soll die Dividende für 2017 bei 0,50 Euro je Aktie liegen und auch in den kommenden Jahren stabil bleiben.

Analysten uneins über weitere Entwicklung

Aktuelle Analysen der RWE-Aktie sehen die weitere Entwicklung der Papiere sehr unterschiedlich: Eine heute veröffentlichte Studie des Analysehauses RBC Capital stuft die RWE-Aktie mit einem Kursziel von 20 Euro auf „Outperform“ ein – der positive Ausblick für das laufende Jahr sei wesentlich entscheidender als die endgültigen Jahresresultate, erklärte RBC Capital-Analyst John Musk in der Studie. Die Schweizer Großbank UBS sieht die weitere Entwicklung der RWE-Titel nach der Bilanzvorlage deutlich kritischer – laut einer aktuellen Studie rät das Kreditinstitut bei einem Kursziel von 9,40 Euro zum Verkauf der Aktie.

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