ROUNDUP/TÜV-Bericht: Fast alle Stickoxid-Messstellen in NRW stehen richtig

Auto auf einer Hebebühne (Symbolbild).
Auto auf einer Hebebühne (Symbolbild). pixabay.com pixabay.com

Bis auf einen Fall hätten Abstände, Höhen und Anforderungen an die Umgebung des jeweiligen Messpunktes den Vorgaben der Luftqualitätsrichtlinie entsprochen, urteilten dagegen die Prüfer. Nur eine Messstelle in Mettmann fiel durch. Dort hätten sich im Laufe dieses Jahres die Standortbedingungen wegen einer umfangreichen Baumaßnahme geändert. "Dadurch ist die Einhaltung der Anforderungen nicht mehr gegeben", hieß es. Für das Messjahr 2019 werde daher eine neue und geeignete Position für das Messgerät festgelegt. Der Prüfbericht umfasst 1337 Seiten.

Die Debatte um die Messorte hatte zuletzt durch gerichtliche Anordnungen von Fahrverbotszonen etwa in Köln und Essen an Schärfe zugenommen. Die Zonen sollen im kommenden April in Kraft treten. Gegen das Kölner Urteil hat das Land bereits Berufung eingelegt, im Essener Fall wurde derselbe Schritt angekündigt.

Erlaubt sind EU-weit höchstens 40 Mikrogramm des gesundheitsschädlichen Reizgases je Kubikmeter Luft im Jahresmittel. 2017 hatte das Lanuv an 127 Stationen Jahreswerte ermittelt. Der Grenzwert war dabei an 49 Messstellen überschritten worden.

Stickstoffoxide, kurz Stickoxide genannt, sind giftige und gesundheitsschädliche Gase mit der chemischen Formel NOx. Sie können unter anderem Atemwege und Augen reizen. Besonders gefährdet sind Menschen, die in der Stadt leben. Auf Dauer kann es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Störung der Lungenfunktion kommen. Auch auf Tiere, Pflanzen und Böden wirken die Gase schädlich. Stickoxide sind unerwünschte Nebenprodukte in Kfz-Motoren - besonders Diesel - oder beim Verbrennen von Kohle, Öl (Rohöl), Gas, Holz und Abfällen. Sie tragen unter anderem zur Bildung von Feinstaub bei. Wichtige Verbindungen sind Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2)./tob/DP/men

Quelle: dpa-AFX