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ROUNDUP: Telefonica erleidet Gewinneinbruch - 2013 Besserung in Sicht

Ein O2-Geschäft in Düsseldorf. O2 gehört zu Telefonica Deutschland.
Ein O2-Geschäft in Düsseldorf. O2 gehört zu Telefonica Deutschland. © J2R / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images © J2R / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

MADRID (dpa-AFX) - Die Abwertung der venezolanischen Währung und sowie hohe Abschreibungen haben dem spanischen Telefonkonzern Telefonica (Telefonica Aktie) 2012 einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im vergangenen Jahr sank der Überschuss um gut 27 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie Telefonica am Donnerstag mitteilte. Allerdings konnte die größte spanische Telefongesellschaft im operativen Geschäft die Erwartungen der meisten Analysten übertreffen. Grund dafür waren Zuwächse in Lateinamerika.

Durch ihr starkes Standbein in dieser Region konnte die Telefongesellschaft die Schwäche auf dem Heimatmarkt mehr als wettmachen. Auch für das laufende Jahr sieht der Konzern wieder Land in Sicht. Telefonica-Aktien legten bis zum Mittag um 1,37 Prozent auf 9,96 Euro zu.

Der spanische Konzern musste im vergangenen Jahr Abschreibungen auf eine Tochter in Irland, aber auch auf die Beteiligung an Telecom Italia vornehmen. Die Abwertung des venezolanischen Bolivar setzte dem Konzern vor allem im vierten Quartal zu, in dem der Gewinn um 82 Prozent zurückging. Die Höhe der Sondereffekte bezifferte der Konzern für das Gesamtjahr auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro.

Der Umsatz lag 2012 mit 62,4 Milliarden Euro um 0,8 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Schuldenkrise in Spanien hatte kräftig auf das Geschäft durchgeschlagen. Angesichts der angespannten Situation in dem Land mit hoher Arbeitslosigkeit und wachsenden Belastungen für die Bevölkerung wechseln viele Kunden zu Billig-Anbietern.

Ein großes Problem für den Konkurrenten der Deutschen Telekom sind seine hohen Schulden. Telefonica-Chef Cesar Alierta hatte deshalb dem Unternehmen einen Sparkurs verordnet, den Aktionären die Dividende gestrichen und Vermögensteile versilbert. So brachte der Konzern im vergangenen Jahr einen Teil seiner Deutschland-Tochter O2 an die Börse. Am Mittwoch meldete O2 Zuwächse bei Kundenzahl, Umsatz und Gewinn. Vor allem der Trend zu Smartphones und mobilen Internet beflügelte das Geschäft.

2012 konnte Telefonica die Schulden um 5 Milliarden auf 51,3 Milliarden Euro reduzieren. Bis Ende dieses Jahres soll die Verschuldung unter die Marke von 47 Milliarden Euro sinken. Auch der Umsatz soll 2013 wieder steigen und der Rückgang der operativen Marge nicht mehr ganz so hoch ausfallen wie 2012.

Dass sich Telefonica auf kein konkretes Umsatzziel festlegen will, zeigt nach Ansicht von BCP-Analystin Alexandra Delgado, dass der Konzern mit Vorsicht in das Jahr 2013 geht. Immerhin werden die Aktionäre dann nicht mehr leer ausgehen. Sie sollen für 2013 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie erhalten./she/stw/fbr

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Quelle: dpa-AFX