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ROUNDUP: Starker Euro und hohe Investitionen bremsen BMW

Verschiedene Euro-Banknoten.
Verschiedene Euro-Banknoten. © pixabay.com/CC0 © pixabay.com/CC0 www.pixabay.com

MÜNCHEN (dpa-AFX) - BMW (BMW Aktie) ist im dritten Quartal wegen hoher Investitionen und dem starken Euro nicht vom Fleck gekommen. Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, ging der Umsatz minimal auf knapp 18,8 Milliarden Euro zurück, während sich der Gewinn vor Steuern hauchdünn auf 1,99 Milliarden Euro verbesserte. Dabei verkauften die Münchner von Juli bis September mit fast 482.000 Autos erneut mehr Wagen als jemals zuvor: Der Absatz legte um beinahe 11 Prozent zu.

Angesichts hoher Ausgaben für neue Produkte wie etwa dem Elektroauto i3 und gewachsener Personalkosten schrumpfte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) aber um fast 4 Prozent auf gut 1,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich allerdings legte BMW dank geringerer Steuerlast leicht um etwas mehr als 3 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro Überschuss zu. Auch das gut laufende China-Geschäft trug dazu bei. "Wir sind nach dem guten dritten Quartal auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen", sagte Konzernchef Norbert Reithofer.

STARKER EURO LÄSST UMSATZ SCHRUMPFEN

Beim Umsatz musste BMW dagegen einen Rückgang verkraften - und das trotz stark gestiegener Verkäufe. Neben dem schlechteren Produktmix - vor allem kleinere Modell, die weniger Umsatz bringen, schoben die Verkaufszahlen an - lag das auch am starken Euro. Bereinigt um Währungseffekte wären die Erlöse um 4,4 Prozent gestiegen. Die ungünstigen Wechselkurse hatten schon Europas größtem Autobauer Volkswagen (VW Aktie) im dritten Quartal einen leichten Umsatzrückgang eingebrockt. Durch die starke Heimatwährung steuern selbst beste Verkaufszahlen außerhalb der Euro-Zone weniger zum Umsatz bei.

Trotzdem sehen sich die Münchner weiter auf Kurs zu ihren Jahreszielen: Sie wollen bei Absatz und Umsatz neue Bestwerte aufstellen und die 7,8 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern aus dem Jahr 2012 erneut erreichen. Nach neun Monaten liegen sie bei 6,0 Milliarden Euro und damit praktisch auf dem gleichen Wert wie vor einem Jahr. Der Absatz liegt mehr als 7 Prozent höher.

AUDI BEI DER RENDITE WEITER VORNE

Auch bei der Profitabilität fährt BMW weiter an der Spitze mit: In der Pkw-Sparte lag die EBIT-Marge, mit der sich speziell die großen Oberklassehersteller vergleichen, im dritten Quartal bei 9,0 Prozent. Das war allerdings ein leichter Rückgang im Vergleich zu den ersten sechs Monaten. Die Flaute in Europa belastet weiterhin. Im ersten Halbjahr hatte die auf dem europäischen Markt tobende Rabattschlacht diese Kennziffer um 0,5 bis 1,0 Punkte gedrückt. Die VW-Tochter Audi kam zwischen Juli und Ende September auf 9,4 Prozent, Daimlers Pkw-Sparte war bei 7,3 Prozent gelandet.

Aber es sind nicht nur negative Effekte, die bei den Konzernen auf die Rendite drücken: Die Autobauer geben derzeit viel Geld für den Ausbau ihrer Fabriken, neue Technologien und Modelle aus. Diese Investitionen sollen sich später auszahlen. Dank der brummenden Automärkte vor allem in Fernost und den USA können sich die Hersteller das jetzt auch leisten./mmb/sbr/stk/fbr

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Quelle: dpa-AFX