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ROUNDUP: Reckitt Benckiser peilt kräftiges Umsatzplus dank Schwellenländern an

Mann beim Händewaschen (Symbolbild).
Mann beim Händewaschen (Symbolbild). © Gentle07 / Pixabay © Gentle07 / Pixabay

LONDON (dpa-AFX) - Gute Geschäfte in den Schwellenländern sowie Übernahmen haben dem britischen Wasch- und Putzmittelhersteller Reckitt Benckiser im vergangenen Jahr kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert. Auch für das kommende Jahr ist der Henkel-Konkurrent zuversichtlich und will Erlöse um fünf bis sechs Prozent steigern, wie er am Mittwoch in London mitteilte. Nicht eingerechnet sind dabei die Pharmasparte des Konzern sowie der Rückzug aus dem Geschäft mit Handelsmarken. Die Aktie stieg im Tagesverlauf auf ein neues Rekordhoch.

Reckitt Benckiser ist der weltgrößte Hersteller von Reinigungsmitteln (Calgon, Finish, Vanish, Cillit Bang). Derzeit baut der Konzern aber sein Geschäft mit Gesundheitsprodukten stark aus. Erst am Dienstag unterzeichnete Reckitt einen 482 Millionen US-Dollar schweren Lizenzvertrag für die Vermarktung von Heilmitteln von Bristol-Myers (Bristol-Myers Aktie) Squibb in Südamerika und Mexiko. Im Dezember zahlten die Briten 1,4 Milliarden Dollar (Dollarkurs) für die Übernahme des US-Ernährungsspezialisten Schiff Nutrition.

Eine noch größere Rolle als bislang sollen künftig die Schwellenländer spielen. "Wir verstärken den Fokus auf unsere 16 Kernmärkte, von denen viele mittlerweile Schwellenländer sind und nun für 44 Prozent unserer Kernerlöse stehen", sagte Konzernchef Rakesh Kapoor. Bereits 2015 soll die Hälfte des Konzernumsatzes aus Asien, Lateinamerika sowie den ehemaligen Sowjetstaaten kommen. Bisher hatten sich die Briten dieses Ziel für 2016 gesetzt.

Im vergangenen Jahr erlöste Reckitt Benckiser 9,6 Milliarden Pfund (11,2 Mrd Euro) - und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis - also bereinigt um Effekte aus Übernahmen, Wechselkurschwankungen und der Aufgabe des Geschäfts mit Handelsmarken - betrug das Plus fünf Prozent. Der Nettogewinn legte um fünf Prozent auf 1,83 Milliarden Pfund zu. Wachstumsträger und Gewinnstütze war vor allem das Geschäft in Asien und Lateinamerika. Dort wuchs der Umsatz auf vergleichbarer Basis im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 2,33 Milliarden Pfund. Auch die Aktionäre sollen am Gewinn teilhaben: Reckitt zahlt ihnen eine um sieben Prozent höhere Dividende von 1,34 Pfund je Aktie.

Am Markt kamen die Zahlen, die Prognose und die Dividende gut an. Die Aktie kletterte am Vormittag auf knapp unter 4.500 Pence und erreichte damit ein neues Rekordhoch. Später setzten dann Gewinnmitnahmen ein. Zuletzt lag das Papier mit 2,25 Prozent im Plus bei 4.461 Pence. Analysten hoben vor allem den starken Schlussspurt des Konzerns im vierten Quartal lobend hervor. Der Umsatz stieg in den letzten drei Monaten des Jahres so stark wie seit 2009 nicht mehr. Reckitt selbst führte das unter anderem auf eine große Grippewelle in den USA zurück, die den Absatz von Erkältungsmitteln ankurbelte./hosboe/she/fbr

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Quelle: dpa-AFX