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ROUNDUP: Medizinkonzern Fresenius verbucht Rekordgewinn - Bei Rhön im Zeitplan

Medikamente können bei neurologischen Erkrankungen helfen (Symbolbild).
Medikamente können bei neurologischen Erkrankungen helfen (Symbolbild). © cosmin4000 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © cosmin4000 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Medizinkonzern Fresenius (Fresenius Aktie) hat dank guter Geschäfte mit Nachahmermitteln und Krankenhäusern einen Rekordgewinn verbucht. Mit Blick auf das dritte Quartal und die ersten neun Monate habe Fresenius das höchste Konzernergebnis der Unternehmensgeschichte erreicht, wie Vorstandschef Ulf Schneider am Dienstag sagte. Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigte er. In den ersten neun Monaten legte der Gewinn auch dank einer niedrigeren Steuerquote im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 753 Millionen Euro zu.

An der Börse kam das gut an: Im Vormittagshandel verteuerten sich Fresenius-Aktien um 2,81 Prozent auf 96,31 Euro. Auch die Aktien der ebenfalls im Dax notierten Dialysetochter Fresenius Medical Care (Fresenius Medical Care Aktie) legten um 1,09 Prozent auf 49,10 Euro zu, während der Dax etwas nachgab. Analyst Konrad Lieder von Equinet bestätigte sein Anlageurteil und sieht Fresenius weiterhin als "exzellente Wachstumsplattform".

Der Fresenius-Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten um sieben Prozent auf 15 Milliarden Euro. Dagegen bekamen die Bad Homburger bei der größten Tochter Fresenius Medical Care operativ den staatlichen Sparkurs im amerikanischen Gesundheitswesen zu spüren. Das operative Ergebnis (EBIT) von Fresenius reduzierte sich um ein Prozent auf 2,2 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. FMC muss in den USA - dem wichtigsten Markt für den hessischen Dialysespezialisten - seit Jahresbeginn eine Sondersteuer auf medizinische Geräte zahlen. Zudem wurde die Vergütung für Dialysebehandlungen staatlich Versicherter gekürzt.

Bei dem Milliardendeal um den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum sieht sich Schneider im Zeitplan. Der Großteil der Transaktion soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Hessen hatten im September den Kauf eines Großteils der Kliniken des Konkurrenten für gut 3 Milliarden Euro angekündigt. Fresenius will diese mit seiner Krankenhaussparte Helios zusammenführen.

Für die Krankenhaustochter Helios ist Schneider zuversichtlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll im laufenden Jahr die obere Hälfte der Spanne von 370 bis 395 Millionen Euro erreichen, nachdem es in den ersten neun Monaten um fast ein Viertel nach oben geschnellt war.

Die zweitgrößte Sparte Kabi ist nach Einschätzung von Analysten mit einem Umsatzzuwachs von elf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro stark gewachsen. Das Infusions- und Generikageschäft trägt gut ein Viertel zum Fresenius-Umsatz bei und hat beim Narkosemittel Propofol geraume Zeit von Lieferschwierigkeiten des Konkurrenten Hospira profitiert. Dieser positive Effekt werde sich aber im Laufe der Zeit abschwächen, sagte ein Fresenius-Sprecher. Der US-Konzern Hospira hat die Produktion von Propofol jüngst wieder aufgenommen.

An der Prognose hielt Schneider fest: 2013 soll der Überschuss auf mehr als eine Milliarde Euro steigern - ein Plus von 11 bis 14 Prozent zum Vorjahr. Beim Umsatz peilt der Arbeitgeber von gut 175.000 Mitarbeitern weltweit weiterhin unter Ausklammerung von Währungsschwankungen einen Zuwachs zwischen 7 und 10 Prozent auf mehr als 20 Milliarden Euro an. Fresenius profitiert auf Jahressicht von einem niedrigeren Zinsaufwand, einer niedrigeren Steuerquote und rückläufigen Konzernkosten. Zudem sorgt eine staatliche Finanzspritze im Umfang von 10 bis 15 Millionen Euro für Krankenhäuser für Rückenwind.

Bei Fresenius Medical Care zeigte sich Konzernchef Rice Powell am Dienstag angesichts der "anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen" mit der Entwicklung im dritten Quartal zufrieden und bekräftigte ebenfalls die Erwartungen für 2013./ep/jha/fbr

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Quelle: dpa-AFX