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ROUNDUP: Klöckner & Co rutscht tiefer in Verlustzone - Aktie unter Druck

Die Arbeit in einem Stahlwerk (Symbolbild).
Die Arbeit in einem Stahlwerk (Symbolbild). © mbz-photodesign / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © mbz-photodesign / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

DUISBURG (dpa-AFX) - Der Stahlhändler Klöckner & Co ist wegen des Stillstands der Wirtschaft in der Corona-Krise im zweiten Quartal noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Die Corona-Krise belaste das Ergebnis, teilte der SDax-Konzern am Freitag in Duisburg mit. Der Absatz liege deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Verlust lag im zweiten Quartal unterm Strich bei 111 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor stand an dieser Stelle noch ein Gewinn von 28 Millionen Euro. Bereits im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Minus.

Das operative Ergebnis (Ebitda) vor wesentlichen Sondereffekten war dank der fortschreitenden Digitalisierung und Restrukturierungsmaßnahmen positiv und lag bei 11 Millionen Euro. Damit liegt der Wert etwas über den im Juni aktualisierten konzerneigenen Erwartungen. Vorher war der Konzern noch von einem Ebitda-Verlust im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Damit kommt der Konzern besser durch die Krise als befürchtet. Ein Jahr zuvor lag das Ebitda allerdings mit 51 Millionen Euro noch deutlich höher.

Ein Händler wertet die Zahlen angesichts der Krise als solide, der Ausblick für das dritte Quartal liege sogar teils über den Markterwartungen. Der Jahresausblick sei konservativ. Die Aktien des Stahlhändlers gaben am Vormittag um 1,18 Prozent nach.

Der Stahlkonzern setzt angesichts der Pandemie verstärkt auf Digitalisierung. Den Anteil der Umsätze über digitale Kanäle steigt. Im zweiten Quartal waren es 38 Prozent. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 29 Prozent. So bietet Klöckner etwa eine Applikation zur automatischen Bearbeitung eingehender Preisanfragen und Bestellungen an. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, den digitalen Umsatzanteil bis Ende nächsten Jahres auf über 50 Prozent zu steigern und das Ergebnis um 100 Millionen Euro zu verbessern. Die digitale Transformation stärke die Ertragskraft und schaffe die Basis für zukünftiges Wachstum, erklärte Konzernchef Gisbert Rühl laut Mitteilung.

Wegen der Corona-Krise rechnet der Konzern für das Gesamtjahr mit einem erheblichen Rückgang der Stahlnachfrage in den relevanten Absatzmärkten Europa und USA. Trotz Unsicherheiten gibt der Konzern auch wieder eine neue Prognose aus. Diese hatte das Management im März zurückgezogen. Demnach soll das bereinigte Ebitda zwischen 50 und 70 Millionen Euro liegen. Ursprünglich wollte der Konzern das bereinigte operative Ergebnis deutlich steigern, im abgelaufenen Jahr lag dieses bei 124 Millionen Euro. Im dritten Quartal will der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor wesentlichen Sondereffekten von 15 bis 25 Millionen Euro erreichen./knd/ssc/jha/

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Quelle: dpa-AFX