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ROUNDUP: HRE-Bank peilt 2013 höheren Gewinn an

Geschäftsleute in der Besprechung (Symbolbild).
Geschäftsleute in der Besprechung (Symbolbild). © NicoElNino / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © NicoElNino / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) will nach einer deutlichen Ertragssteigerung in den ersten neun Monaten auch im Gesamtjahr ein Gewinnplus schaffen. Vor Steuern strebt die Deutsche Pfandbriefbank, in der das Kerngeschäft der HRE gebündelt ist, 2013 mindestens 150 Millionen Euro Gewinn an - nach 124 Millionen Euro im Vorjahr. Vorstandschefin Manuela Better bekräftigte dieses Ziel am Dienstag in München. "Die pbb Deutsche Pfandbriefbank ist weiter auf einem guten Weg." Sie hatte die Prognose erst vor einem Monat erhöht.

Das Neugeschäft der Pfandbriefbank legte bis Ende September kräftig zu und erreichte mit 5,5 Milliarden Euro fast das Niveau des gesamten Vorjahres. Auch für das laufende Quartal rechnet die Pfandbriefbank mit einem starken Neugeschäft, dessen Entwicklung für den angestrebten Verkauf der HRE von Bedeutung ist. Auf Druck der EU-Kommission muss der Bund die Bank bis zum Jahr 2015 wieder privatisieren. Im Jahr 2009 war sie nach ihrer Notrettung mit Milliardenhilfen verstaatlicht worden.

Im vergangenen Jahr hatte die Pfandbriefbank wesentlich weniger neue Geschäfte unter Dach und Fach gebracht als erhofft und ihr ursprüngliches Ziel von 8 Milliarden Euro weit verfehlt. In den Prognosen für 2013 blieb Vorstandschefin Better danach sehr vorsichtig und stellte nur noch eine "deutliche Steigerung" des Neugeschäfts und einen Vorsteuergewinn von mehr als 100 Millionen Euro in Aussicht.

Das dritte Quartal stimmte sie aber auch für das Gesamtjahr zuversichtlich. Der Vorsteuergewinn legte trotz Belastungen durch die endgültige Ablösung von der "Bad Bank" um 13 Millionen auf 62 Millionen Euro zu. Damit ergeben sich für die ersten neun Monate 122 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.

In die "Bad Bank" hatte die HRE vor drei Jahren Risikopapiere im Buchwert von mehr als 170 Milliarden Euro ausgelagert und sich damit von ihren Altlasten befreit. Die EU-Kommission hatte aber verlangt, dass die HRE die Verbindung zur Abwicklungsanstalt kappt und zum Stichtag 1. Oktober keine Dienstleistungen mehr für die "Bad Bank" übernimmt. Zahlreiche Mitarbeiter, die sich bislang bei der HRE um die Risikopapiere der Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement gekümmert hatten, waren deshalb zum 1. Oktober in eine Servicegesellschaft der FMS gewechselt./dwi/DP/kja

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Quelle: dpa-AFX